Zweitägiges Weltmusik-Festival in der Eifel

Erwartet werden unter anderem der berühmte Mahmood Sabri sowie das Stimmwunder aus der Mongolei Enkhjargal Dandarvaanchig

Erwartet wird in Sötenich auch das Stimmwunder aus der Mongolei: Enkhjargal Dandarvaanchig. Bild: Kamruuz
Erwartet wird in Sötenich auch das Stimmwunder aus der Mongolei: Enkhjargal Dandarvaanchig. Bild: Kamruuz

Kall-Sötenich – Mittlerweile zum 15. Mal treffen sich am 16. und 17. August 2014 Musiker aus vielen bunten Teilen der Erde im kleinen Örtchen Sötenich in der Eifel, genauer in der Osmanischen Herberge, Rinner Straße 15, um dort ihre Sufi-Musik vorzustellen.  In diesem Jahr werden erwartet: Mellow Mark mit einer ungewöhnlichen Soloperformance, in der er gleichzeitig Schlagzeug und Gitarre spielt und dazu singt. Der Künstler hat bereits sechs Alben veröffentlicht und bietet eine eigentümliche Mischung aus Hiphop und Reggae.Weiterhin soll Mahmood Sabri auftreten, der letzte Bruder der weltberühmten Qawwali Gruppe „Sabri Brothers“ aus Pakistan. Sabri gilt als einer der besten Vertreter der Qawwali-Sufi-Musik aus Pakistan und erlangte mit seinem Bruder internationalen Ruhm.

Bereits 2002 gastierten die beiden in Sötenich, nachdem sie zuvor in Berlin, Hamburg, Birmingham, London, Paris und Florenz für Furore gesorgt hatten.

Die "Sabri Brothers" gastierten bereits 2002 in der Osmanischen Herberge.  Seither ist Mahmood Sabri (links) dort ein oft gesehener Gast. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die „Sabri Brothers“ gastierten bereits 2002 in der Osmanischen Herberge. Seither ist Mahmood Sabri (links) dort ein oft gesehener Gast. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Qawwali ist ein Musik-Konzept, das dem Sufismus in Indien und Pakistan entspringt und Klang und Poesie zu einem akustischen Kunstwerk kombiniert. „Die Leidenschaft und Intensität seiner weit ausholenden, hypnotischen Gesänge, die von Tabla, Dholak und Harmonium begleitet werden, haben eine Kraft, die selbst Menschen verzückt, die die Texte nicht verstehen“, schwärmt Organisator Ahmad Adamek.

Eine Fusion von Musikrichtungen aus aller Herren Länder und spirituellen Texten in allen Sprachen bietet die Band „Ottoman Empire Soundsystem“. Weiterhin angekündigt haben sich das „Al Firdaus Ensemble“, das „Zevk Ensemble“, die vierköpfige Frauenband „Roses of Fatima“ sowie Hausherr Sheik Hassan und seine „Muhabbat Caravan“.

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Ein weitere Höhepunkt dürfte der Auftritt von Enkhjargal Dandarvaanchig sein, das Stimmwunder aus der Mongolei. Der Musiker wandelt zwischen den Kulturen. Mit seinem Spiel auf der Morin hoor (Pferdekopfgeige) und der Perfektion seines Gesanges (Unter- und Oberton) liebt er es, seine traditionellen Wurzeln mit moderner, westlich geprägter Musik und Improvisation zu verschmelzen. „So gelingt es ihm schon nach wenigen Takten oder Tönen, dem Publikum den Duft oder die Schönheit der mongolischen Steppe und Weite vor Augen und Ohren zu führen“, so Adamek.

Darüber hinaus gibt es eine Vielfalt internationaler Köstlichkeiten und andere interessante Dinge auf einem Orientalischen Basar zu entdecken.

Der Eintritt ist frei. „Eine Spendenpauschale von 20 Euro ist aber aufgrund der hohen Kosten leider unumgänglich“, so der Veranstalter.

Am Samstag startet das Festival ab 15 Uhr, am Sonntag ab 12 Uhr. (epa)
www.sufisoul.de

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