„E-ifel mobil“ in bundesweitem Wettbewerb ausgezeichnet

Energie Nordeifel stellte für die beiden LEADER Projekte im Kreis Euskirchen ein Elektrofahrzeug unentgeltlich zur Verfügung

Landrat Günter Rosenke (links) ist ebenso wie Kerstin Zimmermann (2.v.l.), Teamleiterin bei der „ene“, und Simone Böhm (3.v.l.), Ortsvorsteherin Freilingen, begeistert  über die Auszeichnung der Initiative „E-ifel mobil“ als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. Bild: LEADER
Landrat Günter Rosenke (links) ist ebenso wie Kerstin Zimmermann (2.v.r.), Teamleiterin bei der „ene“, und Simone Böhm (3.v.r..), Ortsvorsteherin Freilingen, begeistert über die Auszeichnung der Initiative „E-ifel mobil“ als „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“. Bild: LEADER

Nordeifel – Das LEADER Projekt „E-ifel mobil – E-Carsharing auf dem Land“ ist im bundesweiten Innovationswettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 2014 ist als einer von 100 Preisträgern geehrt worden. Grundlage des Projekts ist die Herausforderung, auch im ländlichen Raum ressourcenschonend mit Mobilität umzugehen.

Denn auf dem Land sind viele alltägliche Wege ohne eigenes Auto oft nicht zu bewältigen. Wie eine Befragung in der LEADER-Region Eifel ergeben hat, verfügen über 60 Prozent der Haushalte über mindestens zwei Fahrzeuge. Bei Pilotprojekten in Freilingen und der Dorfgemeinschaft am Thürne im Bad Münstereifeler Höhengebiet stellte die Energie Nordeifel (ene) für die „Car-Sharing“-Variante jeweils ein Elektroauto zur Verfügung.

Das Team LEADER Region Eifel will die Erkenntnisse der Dorf-Auto-Projekte auswerten, damit Konzepte für alternative Mobilität im ländlichen Raum gefunden werden können. In Freilingen war das E-Mobil 8000 Kilometer unterwegs gewesen. „Car-Sharing“ ist eher aus Großstädten bekannt. Landrat Günter Rosenke hierzu: „»Car-Sharing« ist auch im ländlichen Raum möglich, das ist nur eine Frage des Engagements und der Organisation.“

In Freilingen (hier beim Start des Pilotprojektes) legte das Dorf-Auto 8000 Kilometer zurück. Archivbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In Freilingen (hier beim Start des Pilotprojektes) legte das Dorf-Auto 8000 Kilometer zurück. Archivbild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Dazu bedarf es allerdings eines erheblichen Aufwandes. So hatte in Freilingen Simone Böhm, Ortsvorsteherin von Freilingen und stellvertretende Bürgermeisterin Blankenheims, für einen ehrenamtlichen Fahrdienst gerade für Senioren gesorgt. Ihr Sohn Lukas hatte ein spezielles Internet-Buchungsportal für das „Dorf-Auto“ erstellt, welches auch am Thürne zum Einsatz kam.

Reinhold Müller, ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Dahlem und Vorsitzender der LEADER-Region, betonte, dass der Mehrwert und der Erfolg des Projektes durch die Zusammenarbeit von Bürgern, Unternehmen und der Verwaltung bei gleichzeitig geringem Einsatz öffentlicher Mittel erreicht wurden.

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Das Regionalmanagement der LEADER-Region Eifel hatte das Projekt im Jahr 2012 angestoßen, um Lösungen für „Car-Sharing auf dem Dorf“ zu entwickeln. Da sich kommerzielle Anbieter dort bislang nicht engagieren, sollten das ausgeprägte bürgerschaftliche Engagement und der Gemeinschaftssinn auch bei der Suche nach innovativen Ansätzen zur Mobilität Ansätze bieten. Regionalmanager Alexander Sobotta: „Öffentliche und private Partner, welche sich im Rahmen ihrer Aktivitäten zu Daseinsvorsorge und Klimaschutz bereits mit innovativen Mobilitätslösungen befasst hatten, wurden mit aktiven und motivierten Dorfgemeinschaften zusammengebracht.“

 Eifeler Presse Agentur/epa

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