Investor für den Bahnhof Schmidtheim gefunden

Käufer ist der Mechernicher Benedetto Gentili, der bereits Erfahrungen bei der Sanierung von anderen historischen Gebäuden in der Nordeifel gesammelt haben soll

Übergaben den symbolischen Schlüssel für das Bahnhofsgebäude an Benedetto Gentili (4.v.l.): Helmut Etten (Gemeinde Dahlem), Ortsbürgermeister Hans-Josef Bohnen, Bürgermeister Jan Lembach (Gemeinde Dahlem) sowie Carsten Kirchhoff (Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW), Werner Milz und Andreas Heyer (DB Station & Service AG). Bild: Gemeinde Dahlem
Übergaben den symbolischen Schlüssel für das Bahnhofsgebäude an Benedetto Gentili (4.v.l.): Helmut Etten (Gemeinde Dahlem), Ortsbürgermeister Hans-Josef Bohnen, Bürgermeister Jan Lembach (Gemeinde Dahlem) sowie Carsten Kirchhoff (Bahnflächenentwicklungsgesellschaft NRW), Werner Milz und Andreas Heyer (DB Station & Service AG). Bild: Gemeinde Dahlem

Dahlem – Die intensiven Bemühungen der Gemeinde Dahlem und der BahnflächenEntwicklungsgesellschaft NRW mbH (BEG) um die Zukunft des Bahnhofsgebäudes Schmidtheim konnten jetzt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht werden. Benedetto Gentili aus Mechernich hat heute offiziell die Schlüssel für das Bahnhofsgebäude Schmidtheim von der Eigentümerin DB Station&Service AG und der BEG übernommen.

Dazu trafen sich am Bahnhof Schmidtheim Benedetto Gentili, Bürgermeister Jan Lembach, sein Allgemeiner Vertreter Helmut Etten, Ortsvorsteher Hans-Josef Bohnen, Projektleiter Carsten Kirchhoff von der BEG und Werner Milz von der DB Station&Service AG.

Bürgermeister Jan Lembach freute sich über die Zukunftsperspektive für den Bahnhof Schmidtheim: „Ein Bahnhof gehört wie das Rathaus, ein Dorfhaus oder die Kirche zu einem dörflichen Ortsbild. Daher haben sich Rat und Verwaltung sehr um den nun erfolgreichen Erhalt des Gebäudes bemüht. Wir wünschen uns, dass der Bahnhof in Schmidtheim wieder ein wichtiger Ort für die Menschen wird.“

Ortsvorsteher Bohnen zeigte sich erleichtert: „Gemeinsam mit der Bevölkerung bin ich sehr froh, dass nun eine Lösung für das Gebäude gefunden worden ist und das Bahnhofsgebäude als Visitenkarte und Eingangstor des Ortes grundlegend überarbeitet werden und in Zukunft ein schöneres Bild abgeben wird“.

Benedetto Gentili: „Meine sehr guten Erfahrungen mit historischen Gebäuden einerseits und die positive Unterstützung seitens der Gemeinde haben in mir den Entschluss reifen lassen, den Bahnhof zu neuem Glanz zu verhelfen. Ich freue mich auf etwa ein bis zwei Jahre Umbau und Renovierung. Wenn er dann fertig ist, freue ich mich umso mehr. Eine der beiden Wohnungen ist bereits jetzt schon vermietet, was die gewerbliche Nutzung angeht, so stehe ich Interessierten gerne zur Verfügung. Ich bin stets offen für gute Ideen.“

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
„Dahlemer Stiftung“ möchte gemeinnützige Vereine fördern

„Nach der umfangreichen Renovierung wird der Bahnhof im Obergeschoss als Wohnung und im Erdgeschoss gewerblich genutzt werden können. Gentili bringt für das Projekt in Schmidtheim seine Erfahrungen bei der Sanierung von anderen historischen Gebäuden in der Nordeifel ein und hat auch für das Bahnhofsgebäude zielgerichtete Vorstellungen zur Sanierung und Nutzung dieses ortsbildprägenden Gebäudes in Schmidtheim“, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Schmidtheimer Rathaus.

Carsten Kirchhoff: „Wir bedanken uns bei der Gemeinde für die gute Zusammenarbeit in Sachen Investorensuche für das Bahnhofsgebäude sowie für die Zusammenarbeit in Bezug auf die Umfeldentwicklung und freuen uns, dass mit Herrn Gentili ein erfahrener Investor mit Herz für historische Bausubstanz gefunden werden konnte.“ Das Empfangsgebäude Schmidtheim ist das letzte Empfangsgebäude der DB Station & Service AG, das seitens der BEG in der Eifel veräußert wurde. Andere Bahnhöfe sind bereits veräußert und saniert wie Kall oder Mechernich.

Gemeinde Dahlem investiert weiter im Umfeld

Einhergehend mit der zukünftigen Sanierung des Bahnhofgebäudes entsteht in Nähe des Bahnhofs in Bauträgerschaft der Gemeinde noch in diesem Jahr, gestützt durch Förderhilfen aus dem ÖPNV-Programm des Landes, eine Park & Ride-Anlage mit insgesamt 17 Parkplätzen und zwar zwölf auf dem im Bereich „Im Driesch/Hochstraße“ gelegenen 750 Quadratmeter großen Grundstück sowie fünf weitere Parkplätze auf der anderen Seite der Bahngleise in Nähe des Bahnhofsgebäudes. Auch Grünflächen sind zur allgemeinen Ortsverschönerung vorgesehen. Großteile der notwendigen Grundstücke wurden seitens der Gemeinde über die BEG von der DB Netz AG erworben.

Die Gemeinde weiter: „Zugleich werden auch die notwendig gewordenen Kanalsanierungsarbeiten im Bahnhofsbereich erfolgen. Diese Kanalbauarbeiten sind im Zuge der allgemeinen Kanalsanierungsmaßnahmen im Ort Schmidtheim zur Unterbindung des Fremdwassereintritts sowieso notwendig und sind unabhängig von der Park & Ride–Anlage zu sehen. Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird noch in diesem Monat gerechnet.“

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Gemeinde Dahlem erhielt Grünstromzertifikat

Die Arbeiten im Umfeld ergänzten die bereits seitens der Gemeinde getätigten Verbesserungsmaßnahmen. So wurde der Bahnhof erst kürzlich als Radwanderbahnhof mit einem Info-Punkt für ankommende Besucher hergerichtet und ergänzt die touristischen Angebote in der Gemeinde.

Historie

Der Bahnhof Schmidtheim wurde 1870 mit Einrichtung der Bahnstrecke von Köln -Trier erbaut und ist mit 570 Meter über NN der höchstgelegene Bahnhof in NRW. Im Jahre 2010 wurde das im Gebäude früher befindliche Stellwerk im Zuge der Umstellung auf elektronische Technik entbehrlich, damit stand das Gebäude zuletzt komplett leer. Das Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 300 Quadratmeter, das Grundstück ist rund 1.400 Quadratmeter groß. (epa)

Kommentar verfassen