NRW-Stiftung unterstützt Sternenpark Eifel

Naturpark Nordeifel möchte auch die angrenzenden Kommunen im Umkreis von bis zu 15 Kilometern in den Sternenpark einbeziehen und die Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen deutlich verringern

Bereits im Februar wurde der Nationalpark Eifel als erster “International Dark Sky Park” in Deutschland ausgezeichnet. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Bereits im Februar wurde der Nationalpark Eifel als erster “International Dark Sky Park” in Deutschland ausgezeichnet. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Nationalpark Eifel – Die Nordrhein-Westfalen-Stiftung stellt dem Verein Naturpark Nordeifel einen Zuschuss in Höhe von rund 59.000 Euro zur Verfügung, um die weitere Entwicklung der Nationalparkregion zum Sternenpark voranzubringen. Das beschloss jetzt der Vorstand der Nordrhein-Westfalen-Stiftung unter dem Vorsitz des früheren NRW-Wirtschaftsministers Harry Kurt Voigtsberger.

„Die Nationalparkregion Eifel zählt zu den wenigen Regionen in Nordrhein-Westfalen, in denen die Bewohner und Besucher den nächtlichen Sternenhimmel noch in seiner ganzen Pracht bewundern können – auch die Milchstraße ist hier bei klarem Himmel mit bloßem Auge noch deutlich zu sehen“, heißt es in einer Pressemitteilung der NRW-Stiftung.

Vor diesem Hintergrund wurde der Nationalpark Eifel von der International Dark Sky Association (IDA) in Tucson, Arizona als „Dark Sky Park“ ausgezeichnet. Nun möchte der Verein Naturpark Nordeifel auch die angrenzenden Kommunen im Umkreis von bis zu 15 Kilometern in den Sternenpark einbeziehen und auch hier die Lichtverschmutzung durch künstliche Lichtquellen deutlich verringern. Gleichzeitig sollen weitere touristische Angebote wie bessere Beobachtungsmöglichkeiten, astronomische Sternenführungen und Exkursionen bei Nacht geschaffen werden.

„Mithilfe von LEADER-Mitteln der EU und mit der aktuellen Förderzusage der NRW-Stiftung kann der Verein nun die weiteren Schritte einleiten, um den sternenreichen Nachthimmel über der Nationalparkregion zu einem besonderen Naturerlebnis werden zu lassen“, so die Stiftung weiter.

Rund 2.600 Natur- und Kulturprojekte konnte die NRW-Stiftung seit ihrer Gründung 1986 unterstützen. Im Kreis Euskirchen half sie beispielsweise dabei, das Museum der Badekultur in den Römerthermen Zülpich einzurichten, sie übernahm den Astropeiler auf dem Stockert in ihr Eigentum, um ihn als Technikdenkmal zu erhalten, und sie erwarb zahlreiche Grundstücke für die Ziele des Naturschutzes. Das Geld für ihre Förderungen erhält die Nordrhein-Westfalen-Stiftung überwiegend aus Lotterieeinnahmen von Westlotto, von zunehmender Bedeutung sind aber auch die Spenden und Mitgliedsbeiträge ihres Fördervereins, der inzwischen über 8.500 Mitglieder zählt. (epa)

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