Schon 50.000 Euro „erbastelt“

Von Reiner Züll Hollerather Frauenbastelgruppe gehört zu den treusten Unterstützern der Hilfsgruppe Eifel

2500 Euro bekam Willi Greuel von der  Hilfsgruppe Eifel jetzt von der Hollerather Frauen-Bastelgruppe. Seit  20 Jahren veranstalten die Frauen  Adventsbasare, die der Hilfsgruppe bisher die stolze Summe von  50.000 Euro eingebracht haben. Bild: Reiner Züll
2500 Euro bekam Willi Greuel von der Hilfsgruppe Eifel jetzt von der Hollerather Frauen-Bastelgruppe. Seit 20 Jahren veranstalten die Frauen Adventsbasare, die der Hilfsgruppe bisher die stolze Summe von 50.000 Euro eingebracht haben. Bild: Reiner Züll

Hellenthal-Hollerath – Es ist in Hollerath schon seit 20 Jahren so, dass dort die Weihnachtszeit bereits Anfang September beginnt. Dann nämlich ist die Frauenbastelgruppe aktiv, die seit nunmehr zwei Jahrzehnten Weihnachtsbasare zugunsten der Hilfsgruppe Eifel veranstaltet. Über 50.000 Euro sind so seit 1994 für den guten Zweck zusammen gekommen. Die Bastelfrauen zählen damit zweifelsfrei zu den treuesten Unterstützern der Hilfsgruppe.

In der Hollerather Dorfschänke trafen sich die Bastelfrauen letzte Woche um ihre Arbeit wieder aufzunehmen. Zum Startschuss hatten sie den Vorsitzenden der Hilfsgruppe, Willi Greuel, eingeladen. Nicht nur um eine Spende von 2500 Euro zu übergeben, die Frauen ließen sich von Greuel auch über die aktuellen Projekte der Hilfsgruppe informieren.

Eine Stunde lang berichtete Greuel über die Arbeit der Hilfsgruppe und deren Projekte. Nur mit Hilfe der Eifeler Bevölkerung und durch Aktionen, wie die der Bastelgruppe in Hollerath, sei es möglich geworden, dass die Hilfsgruppe in den 23 Jahren ihres Bestehens annähernd fünf Millionen Euro in ihre Hilfsprojekte investieren konnte. Das sei viel Geld, das der Hilfsgruppe anvertraut worden sei.

Willi Greuel: „Wenn der Eifeler weiß, wofür es ist, bekommt man von dem alles“. Deshalb betreibe die Hilfsgruppe auch eine so massive Öffentlichkeitsarbeit.

Vor fünf Jahren, so berichtete die „Chefin“ der Bastelgruppe, Monja Jenniches, habe es einen Generationswechsel gegeben. Das heiße aber nicht, dass die älteren Damen, die 1994 die Basare für die Hilfsgruppe ins Leben riefen, nicht mehr mitmachen: „Die backen jetzt den Kuchen“. Die dritte Generation sei bereits im Anmarsch, denn auch der Kinder der Bastelfrauen machten schon mit.

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Beim ersten Zusammentreffen der Gruppe in der Dorfschänke werden Ideen geboren und dicke Kataloge gewälzt, denn alles Material was für die Weihnachtsbastelei gebraucht wird, wird in einer Sammelbestellung geordert. „Dann kommen nachher die schweren Pakete an“, so Jessica Breinig.

Gewerkelt wird dann ab Anfang September bei den Eltern von Monja Jenniches in einem großen Raum, in dem im Sommer große Mengen Tomaten gelagert werden. Auch außerhalb der regelmäßigen Bastel-Treffen sind die Frauen im Tomatenlager anzutreffen, wenn sie gerade Zeit haben.

„In den letzten 14 Tagen vor dem Basar brennt das Licht dort von morgens bis abends“, berichtete Monja Jenniches. Dann werden bei den Familien sämtliche Garagen in Beschlag genommen, damit die Adventskränze und Gestecke bis zum Basar frisch bleiben. Jedes Jahr binden die Frauen rund 50 Adventskränze und jede Menge Gestecke.

Damit genug Grünzeug vorhanden ist, bitten die Bastelfrauen die Leute in Hollerath, ihre Tuja-Hecken erst dann zu schneiden, wenn das Basar-Basteln beginnt. Und auch für die Sicherung der Vorräte an Tannenzapfen haben die Frauen ein Konzept. Wenn ihre Männer mit dem Hund spazieren gehen, müssen sie Tannenzapfen einsammeln.

Bei der Bewirtung ihrer Kunden hat die Bastelgruppe im Verlauf der 20 Jahre große Fortschritte gemacht: Gab es früher nur Kaffee und Kuchen, so sind die Frauen heute in der Lage, einen kompletten Mittagstisch anbieten zu können. Für die Kaffeetafel am Nachmittag bekommen die Bastelfrauen massenweise Kuchenspenden aus dem ganzen Dorf.

Der Basar, für den die Bastelarbeiten jetzt begonnen haben, findet am Sonntag, 23. November, ab 11.30 Uhr in der alten Schule in Hollerath statt.

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