„Unschuldig, ungeschönt, ungesüßt“

Von Elisabeth Geschwind Orchesterkonzert des Musikschulzweckverbands Schleiden

Zahlreiche Besucher kamen zum Konzert der Musikschule Schleiden in die Dachkammer der Energie Nordeifel. Bild: Elisabeth Geschwind
Zahlreiche Besucher kamen zum Konzert der Musikschule Schleiden in die Dachkammer der Energie Nordeifel. Bild: Elisabeth Geschwind

Kall – Bis zum letzten Platz gefüllt war der Kulturraum unter dem Dach der Energie Nordeifel („ene“) am Sonntag. Der Leiter der Musikschule, Bernhard Vorhagen, bedankte sich für die freundliche Bereitstellung des schönen Raums, vor allem aber für die Bereitschaft der Schüler, so knapp nach den Sommerferien das Konzert aufzuführen Diese waren nicht zuletzt angespornt worden durch die Begeisterung ihrer Dirigentin Lilla Varhely.

Mit dem „Concertino im ungarischen Stil, op.21“ von Oskar Rieding begann das Orchesterkonzert. Die Anspannung der jungen Musiker war deutlich zu bemerken, sobald aber tänzerische Passagen zu spielen waren, wurde die Musik leicht, farbig, nah.

Hoch konzentrierten gingen die jungen Musiker zu Werke. Bild: Elisabeth Geschwind
Hoch konzentriert gingen die jungen Musiker zu Werke. Bild: Elisabeth Geschwind

Auf dem Programm standen unter anderem „Das alte Schloss“ aus Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ und „Halle des Bergkönigs“, „Solveigs Lied“, „Ases Tod“ aus Edvard Griegs „Peer Gynt“: Diese hochemotionalen Stücke „buchstabierten“ die jungen Musiker tief versunken, was dem Hörer einen ganz anderen Zugang zu dieser Musik ermöglichen konnte, die unschuldig, ungeschönt und ungesüßt daherkam.

Frederik Smetanas „Die Moldau“ beendete als äußerst schwieriges Stück das Konzert. Mit dem „Tanz“ daraus als Zugabe verabschiedeten sich die Musiker und ihre Dirigentin, die stolz auf die Leistung ihrer Schützlinge sein durfte. Wie unschwer zu erkennen war, gingen die Konzertbesucher ebenso froh und glücklich nach Hause wie die jungen Musiker.

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