Auf dem Soccer-Court lernen die jungen Leute fürs Leben

Rita Witt von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen (KSK) übergab 2000 Euro an die Nikolausschule in Kall – Geld ist für ein Anti-Gewalt-Training bestimmt

Viele Schüler sind begeisterte Fußballspieler, wie Andrea Luxenburger (r.), Leiterin der Nikolausschule, wovon sich Rita Witt (2.v.r.) vom Vorstandsekretariat der KSK selbst überzeugen konnte. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Viele Schüler sind begeisterte Fußballspieler, wie Andrea Luxenburger-Schlösser (r.), Leiterin der Nikolausschule, berichtete. Davon konnte sich Rita Witt (2.v.r.) vom Vorstandsekretariat der KSK selbst überzeugen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Rennen, toben, Stress abbauen: Für Schülerinnen und Schüler ist es enorm wichtig, während der Schulzeit nicht nur still auf dem Stuhl zu sitzen, sondern sich zwischendurch auch einmal nach Herzenslust bewegen zu dürfen. Das ist in der St.-Nikolausschule in Kall nicht anders als anderswo. Zum 35-jährigen Bestehen der Schule wurde der Schulhof daher im vergangenen Jahr kräftig umgestaltet. Zahlreiche Bewegungsgeräte wurden neu installiert. Ein Höhepunkt für die jungen Leute ist dabei nach wie vor der Street-Soccer-Court. Dort steht man in den Pausen geradezu Schlange, um mit dem runden Filzball zu kicken.

Am Freitagmorgen fand auf dem Court ein großes Turnier statt. Den Anpfiff gab Rita Witt, Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen (KSK). Denn die Bürgerstiftung zählt zu den wichtigsten Sponsoren der Schule und hatte unter anderem auch den Umbau des Schulhofs unterstützt sowie bereits im Frühjahr einen Scheck in Höhe von 2000 Euro übergeben. Am Freitag übergab Rita Witt an Schulleiterin Andrea Luxenburger-Schlösser einen weiteren Scheck in derselben Höhe. Das Geld ist diesmal für ein Anti-Gewalt-Training bestimmt.

Rita Witt durfte das erste Spiel des internen Soccer-Turniers anpfeifen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Rita Witt durfte das erste Spiel des internen Soccer-Turniers anpfeifen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„So ein Training ist sehr wertvoll, wir können es unseren Schülerinnen und Schülern aber nur anbieten, wenn wir von Sponsoren unterstützt werden“, so die Schulleiterin. „Ohne das Engagement der KSK würde es uns nicht so gut gehen, es ist aber nicht nur das Geld, was uns guttut, sondern auch die wohlwollende Sicht auf unsere Arbeit.“

„Uns gefällt einfach, wie man an der Nikolausschule mit den jungen Menschen umgeht, und wir sind begeistert von dem großen Engagement, das sich durch das gesamte Lehrerkollegium zieht“, sagte Rita Witt. Aus diesem Grunde unterstützte die Bürgerstiftung sehr gerne Projekte an der Nikolausschule.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
9. Nordeifellauf: Sport treiben und dabei Gutes tun
Rita Witt, Andrea Luxenburg-Schlösser und Mathias Metzger (v.l.) beobachteten den Turnierverlauf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Rita Witt, Andrea Luxenburg-Schlösser und Mathias Metzger (v.l.) beobachteten den Turnierverlauf. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Wie sehr die Hilfe ankommt, demonstrierten die Schülerinnen und Schüler auf dem Soccer-Court, der von allen nur „Käfig“ genannt wird, denn das Spielfeld ist nicht nur rundherum mit Netzen eingegrenzt, sondern hat auch eine Netzüberdachung. „Damit wird verhindert, dass der Ball alle paar Minuten aus dem Nachbarsgarten geholt werden muss“, berichtete Luxenburger-Schlösser. Im „Käfig“ könnten sich die Schüler nach Herzenslust bis zur Erschöpfung „auspowern“. Dabei würden allerdings strenge Spielregeln eingehalten, die zum Teil sonderpädagogisch modifiziert worden seien.

Nicht nur die Bewegung beim Soccer ist wichtig, die Schüler lernen auch, sich auf andere Schüler und Regeln einzulassen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nicht nur die Bewegung beim Soccer ist wichtig, die Schüler lernen auch, sich auf andere Schüler und Regeln einzulassen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Das Tolle ist, dass sich die Spieler an diese Regeln und vor allem an die Anweisungen des Schiedsrichters halten“, freute sich Förderschullehrer Matthias Metzger, der mit den jungen Leuten die Leidenschaft für den Fußball teilt. Das Fußballspielen bringe den Schülern erhebliche Fortschritte im Sozialverhalten und beim gemeinsamen Miteinander. Da man darüber hinaus mit einem Softball spiele, habe man mittlerweile auch Kinder für das Spiel begeistert, die bislang Angst vor dem Ball gehabt hätten.

Mit einer Trillerpfeife sowie einer gelben und einer roten Karte ausgestattet konnte Rita Witt schließlich selbst erfahren, wie ernst die jungen Leute die Spielregeln und vor allem den Schiedsrichterpfiff nehmen. „Wenn das doch auch im echten Leben immer so einfach wäre“, scherzte sie und freute sich, dass sie kein einziges Mal Gelb oder Rot zu zeigen brauchte. Ausgenommen davon waren die kleinen roten Karten, die sie selber mitgebracht hatte. Die wollten alle sehen. Sie bestanden allerdings auch aus Schokolade.

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen