Aufwändigen Wegweiser zur Römervilla spendiert

Bei der künstlerischen Gestaltung eines Trafohäuschens in Blankenheim hat die KEV auf Wunsch der Gemeindeverwaltung die Römerzeit auferstehen lassen

Simon Horn (v.l.) und Stefan Vogt von “Highlightz” machen aus tristen Trafohäuschen im Auftrag der KEV Kunstwerke. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Simon Horn (v.l.) und Stefan Vogt von “Highlightz” machen aus tristen Trafohäuschen im Auftrag der KEV Kunstwerke. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Blankenheim – Den wohl aufwändigsten Wegweiser zur Römervilla hat die KEV Schleiden jetzt der Gemeinde Blankenheim spendiert – allerdings als Nebeneffekt. Denn im Auftrag des regionalen Energieversorgers mit Sitz in Kall hat ein Künstlerteam der Bonner Agentur „Highlightz“ das Trafohäuschen an der Straße „In den Alzen“ aus seinem tristen Farbdasein befreit und daraus ein passendes Kunstwerk gezaubert.

So ziert die kleine Umspannanlage jetzt ein Römertrupp sowie eben der Wegweiser „Römervilla 300 Meter“. Dazu griffen die beiden Künstler Simon Horn und Stefan Vogt zur zahlreichen Spraydosen. Horn: „Die KEV klärt mit den Gemeinden und Städten Motivwünsche, die wir dann umsetzen.“ Im konkreten Projekt hatte sich Rolf Hartmann, Bürgermeister der Gemeinde Blankenheim, mit Cora Arbach, die für Trafogestaltung bei der KEV zuständige Ansprechpartnerin, für die Motivauswahl zusammengesetzt. Neben dem ästhetischem Genuss haben die Kunstwerke noch einen rein praktischen Effekt: Die so bemalten Wände werden in der Regel nicht durch Graffiti-Schmierereien verunstaltet.

Nützlich: Das Kunstwerk beinhaltet auch gleich einen Wegweiser zu Blankenheims Römervilla. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Nützlich: Das Kunstwerk beinhaltet auch gleich einen Wegweiser zu Blankenheims Römervilla. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bereits in mehreren Städten und Gemeinden des Versorgungsgebiets hat die KEV Trafostationen auf diese Weise verschönern lassen, etwa in Mechernich am Markt, wo passenderweise ein überdimensionaler Obstkorb aus dem Trafogehäuse entstanden ist, in Kall an der Hüttenstraße, wo das Gebäude jetzt an die Bergbauvergangenheit erinnert, in Heimbach wurden der Grundschulnähe wegen kindgerechte Tier-Motive gewählt und in Nierfeld jagt ein Springreiter sein Pferd über ein Hindernis – dort befindet sich eine Reitanlage in der Nachbarschaft.

Eifeler Presse Agentur/epa

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