Ausstellung über Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger

Das Bild zeigt Selma Meerbaum-Eisinger (rechts) mit Freudin Else Keren im Sommer 1940. Bild: Privat
Das Bild zeigt Selma Meerbaum-Eisinger (rechts) mit Freudin Else Keren im Sommer 1940. Bild: Privat

Schleiden – Ab Dienstag, 28. Oktober, zeigt das Bischöfliche Clara-Fey-Gymnasium für zwei Wochen eine Ausstellung, die inzwischen an mehreren Orten in der Bundesrepublik eine beachtliche Resonanz gefunden hat. Die Ausstellung ist der Lebens- und Leidensgeschichte der jungen jüdischen Dichterin Selma Meerbaum-Eisinger gewidmet, deren schmales Werk inzwischen zur Weltliteratur gezählt wird.

Mit fünfzehn Jahren begann Selma, Gedichte zu schreiben, mit achtzehn Jahren musste sie im Zwangsarbeiterlager Michailowka sterben. Die Ausstellung erzählt auf berührende Weise vom Leben und Leiden dieses jungen Menschen, zeigt aber auch deren Lebensraum Czernowitz, berichtet von der Kultur des osteuropäischen Judentums und vom Holocaust in Transnistrien. In zahlreichen Tafeln und mehreren Vitrinen führt die Ausstellung ein Lebensschicksal vor Augen, das die Zerrüttungen des 20. Jahrhunderts beispielhaft und nachhaltig sichtbar macht. Konzipiert hat die Ausstellung Helmut Braun, der langjährige Herausgeber und Vertraute von Rose Ausländer, die ebenfalls in Czernowitz geboren wurde.

Die Ausstellung im Pädagogischen Zentrum des Clara-Fey-Gymnasiums wird eröffnet mit einer Einführung durch den Kurator, Helmut Braun, am Dienstag, 28. Oktober, um 14 Uhr für die Schülerinnen und Schüler, sowie um 19.30 Uhr für die Öffentlichkeit. Die Ausstellung ist bis zum 11. November für die Öffentlichkeit geöffnet und zwar an Wochentagen von 16.30 bis 19 Uhr sowie samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr. (epa)

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