Dahlemer Ortskern soll für vier Millionen Euro saniert werden

Städtebaufördermittel wurden bewilligt – Bereits im kommenden Jahr soll im öffentlichen Bereich mit ersten Maßnahmen begonnen werden

Bauamtsleiter Erwin Bungartz (l.) und Bürgermeister Jan Lembach (r.) präsentieren erste Planungen zum Sanierungsprojekt. Bild: Gemeinde Dahlem
Bauamtsleiter Erwin Bungartz (l.) und Bürgermeister Jan Lembach (r.) präsentieren erste Planungen zum Sanierungsprojekt. Bild: Gemeinde Dahlem

Dahlem – Die Bemühungen der Gemeinde Dahlem um öffentliche Fördergelder zur Verbesserung der städtebaulichen Situation im Ortskern von Dahlem waren laut Auskunft von Bürgermeister Jan Lembach erfolgreich. Nachdem im Oktober das zuständige Ministerium einer Aufnahme des Gesamtprojektes in das Städtebauförderprogramm zugestimmt habe, liege der Gemeinde inzwischen der erste Bewilligungsbescheid über 160.000 Euro zur Umsetzung vorbereitender Maßnahmen vor.

„Gemeinsam und in intensiver Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Hellenthal wurden über einen Zeitraum von drei Jahren von Rat und Verwaltung, mit fachlicher Unterstützung durch die Universität Bonn, unter anderem Strategien und Lösungsansätze zur Beseitigung vorhandener städtebaulicher Problemfelder erarbeitet“, so Lembach in einer Pressemitteilung. Die Dahlemer Ortsbevölkerung sei in diesen Prozess intensiv eingebunden worden. Lembach: „Der Rat der Gemeinde Dahlem hat in seiner letzten Sitzung dem Integrierten Handlungskonzept einstimmig zugestimmt und damit auch seitens der Politik das Projekt ermöglicht und unterstützt.“

Bereits im kommenden Jahr soll im öffentlichen Bereich mit ersten Maßnahmen begonnen werden. So ist vorgesehen, das von der Gemeinde erworbene Wohn- und Wirtschaftsgebäude „Kölner Straße 41“ abzureißen und den unübersichtlichen Kreuzungsbereich an der Ecke „Kölner Straße / Kaisergasse“ zu entschärfen. Der Schwerpunkt öffentlicher Maßnahmen soll in einer Verbesserung der Verkehrssituation im Bereich der Einmündung Kölner Straße / Bahnstraße / Kirchvorplatz liegen.

„Das Gesamtprojekt ermöglicht jedoch auch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen auf Privatgrundstücken. So können beispielsweise Gestaltungsmaßnahmen an Hofflächen und Gebäudefassaden sowie Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Gebäudeinneren über Städtebaufördermittel bezuschusst werden“, so Lembach weiter. Darüber hinaus hätten die Grundstückseigentümer die Möglichkeit, die getätigten Ausgaben steuerlich geltend zu machen.

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„Das Förderprojekt ist sicher ein Meilenstein für die zukünftige bauliche Entwicklung des Ortskerns in Dahlem. In ein paar Jahren wird sich durch das Förderprojekt das Ortsbild deutlich verbessert haben“, so der Dahlemer Bürgermeister weiter.

Die Umsetzung des Gesamtkonzeptes soll über einen Zeitraum von mehreren Jahren erfolgen. Insgesamt sehen die Planungen Investitionen im öffentlichen und privaten Bereich in Höhe von rd. 4,1 Millionen Euro vor. Hierauf werden Fördermittel von ca. 1,8 Millionen Euro erwartet. Der gemeindliche Anteil an der Gesamtmaßnahme belaufe sich auf rd. 0,5 Millionen Euro. Die Gemeinde erhofft sich durch die Umsetzung der angedachten Maßnahmen eine spürbare Verbesserung der städtebaulichen Gesamtsituation im Ortskern von Dahlem sowie eine deutliche Aufwertung des Ortsbildes. (epa)

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