Dank Höhner-Bassist und Freunde 7000 Euro für Tansania-Projekt

Hannes Schöner und Jens Streifling übergaben Scheck an Lilo Langen, die ein Krankenhaus im afrikanischen Busch bauen will

Unter den Augen von Veranstalter Karl Brück (v.l.) übergaben Hannes Schöner und Jens Streifling von „Höhner“ 7000 Euro an Lilo Langen, Erika Rimkus und Hans Peter Krumbein von „Upendo Tansania“, die ein Krankenhaus im afrikanischen Busch bauen wollen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Unter den Augen von Veranstalter Karl Brück (v.l.) übergaben Hannes Schöner und Jens Streifling von „Höhner“ 7000 Euro an Lilo Langen, Erika Rimkus und Hans Peter Krumbein von „Upendo Tansania“, die ein Krankenhaus im afrikanischen Busch bauen wollen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Bad Münstereifel – „Was machen Musiker, wenn sie helfen wollen? Sie stellen ein Konzert auf die Beine.“ So einfach erklärte Hannes Schöner, Bassist der bekannten „Höhner“, am vergangenen Dienstag im Kurhaus Bad Münstereifel seinen Einsatz für ein geplantes Krankenhaus in Kitefu im afrikanischen Tansania. Denn Schöner hatte zusammen mit seinem Bandkollegen Jens Streifling und Unterstützung des Veranstalters Karl Brück im Oktober ein Benefizkonzert in Bad Münstereifel auf die Beine gestellt, um die Münstereifeler Architektin Lilo Langen und ihren Verein Upendo Tansania zu unterstützen. Nach Abzug der Unkosten blieben 7000 Euro über, die Streifling und Schöner jetzt offiziell übergaben.

Lilo Langen: „Zusammen mit weiteren Spenden und Sponsorengeldern können wir dadurch im Frühjahr mit dem Rohbau beginnen.“ Das Grundstück für das Krankenhaus sei bereit gekauft, Wasser ist vorhanden, und auch das Toilettenhaus für die Arbeiter soll bald fertig sein. Als erstes soll eine Ambulanz errichtet werden, ein Sponsor für ein Arztgehalt sei bereits gefunden. Hebamme, Gynäkologie-Station und möglichst ein Zahnarzt und eine Apotheke sollen möglichst bald folgen – je nach vorhandenen Spendengeldern. Langen: „Vielleicht können wir auch eine Hühnerfarm bauen und aus dem Erlös der verkauften Eier Personal bezahlen.“

Die Steine für das Gebäude sollen in dem weit auseinander gezogenem Flächendorf mit etwa 4000 Einwohner selbst hergestellt werden, das dafür notwendige Wasser ist durch ein Brunnenprojekt des Vereins vorhanden. Die Bad Münstereifeler Ärzte Dr. Wolfgang Rehde und Dr. Petra Schemme hätten sich bereits bereit erklärt, für mehrere Wochen vor Ort das afrikanische Krankenhausteam anzuleiten.

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Das nächste Krankenhaus ist über 100 Kilometer entfernt, so Langen: „Das Hauptproblem ist aber nicht die Entfernung selbst, sondern der schwierige Transport durch den Busch und die ungeeigneten Verkehrsmittel.“ Denn einen Schwerkranken transportiere man besser nicht auf dem Motorrad. Die Säuglingssterblichkeit sei sehr hoch in Tansania, wenn genügend finanzielle Mittel zusammenkommen, sollen noch ein Bettenhaus und vielleicht ein Ärztehaus gebaut werden.

Hannes Schöner: „Ich könnte mir vorstellen, etwa durch eine Spendengala weitere Gelder für den Verein zusammenzubekommen, dazu leisten wir gerne wieder einen Beitrag.“ Für das „Konzert für Afrika“ im vergangenen Oktober habe er zusammen mit Jens Streifling ihre zahlreichen Kontakte in der Kölner Musik-Szene genutzt und damit auch die komplette Besetzung von „Brings“ auf die Bühne in der Heinz-Gerach-Halle bekommen. Mit dabei waren zudem „Kasalla“ und „Querbeat“. „Uns war klar, dass die Sache etwas Großes verdient hat, und haben deshalb kräftig auf die Trommel gehauen“, so der Höhner-Bassist.

www.upendo-tansania.de

Eifeler Presse Agentur/epa

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