Kindern in Bolivien soll ihre indianische Kultur wieder nähergebracht werden

Caritas spendet 1.500 € an das Clara-Fey-Gymnasium – Erlös des Adventsbasars kommt dem Centro Cultural Masis in Sucre zugute

Lehrer und Schüler des Clara-Fey-Gymnasiums freuten sich über die Spende der Caritas. Bild: Arndt Krömer
Lehrer und Schüler des Clara-Fey-Gymnasiums freuten sich über die Spende der Caritas. Bild: Arndt Krömer

Schleiden – Der Adventsbasar der Eifeler Caritas Ende November wurde mit zahlreichen Kooperationspartnern geplant und war sehr gut besucht. Für eine der Holzbuden organisierten die Klassen 6c, 6e sowie der künftige Abiturjahrgang des Clara-Fey-Gymnasiums gemeinsam mit Lehrern, Eltern und Schulseelsorger Bruno Müller den Verkauf von selbstgebackenen Waffeln, Plätzchen und diversen Weihnachtsartikeln. Die gesamten Tageseinnahmen der Caritas aus Trödelmarkt, Kuchen- und Kaffeeverkauf beliefen sich am Ende auf 1.500 €.

Dieses Geld hat der Verband an die „Boliviengruppe“ der Schule gespendet. In einer Feierstunde mit Schülern und Lehrern übergab Caritas-Geschäftsführer Rolf Schneider nun den symbolischen Scheck an Schulleiter Helmut Schuster.

„So sollte Kooperation aussehen“, betonte Wolfgang Kerp, Lehrer und Geschäftsführer des Schulfördervereins, in seinem Grußwort an die versammelten Schüler, Lehrer sowie die Gäste Rolf Schneider und Arndt Krömer von der Caritas. „So soll sie auch in Zukunft weitergeführt und ausgebaut werden.“ Schulseelsorger Bruno Müller zeigte sich ebenfalls begeistert von der konstruktiven Zusammenarbeit und erläuterte, wie das Geld nun eingesetzt werden soll: „Wir werden die großzügige Spende an das Centro Cultural Masis in Sucre, Bolivien, weitergeben.“ Dieses Zentrum vermittelt Kindern und Jugendlichen, die aufgrund schwieriger sozialer und wirtschaftlicher Verhältnisse auf der Straße leben, ihre alte indianische Kultur und stärkt das eigene, ursprüngliche Selbstbewusstsein. Es gestaltet beispielsweise traditionelle Feste, Tänze, Theateraufführungen und Spiele. Zudem gibt es in Bolivien keine Schulpflicht und ein freiwilliger Schulbesuch ist für die meisten Eltern nicht bezahlbar.

„Daher müssen bereits 4-jährige Kinder arbeiten und mit für die Familie Geld verdienen“, schilderte Müller. „Sie sehen keine Perspektive und leben meist auf der Straße.“ Die Mitarbeitenden holen mittels verschiedener Bildungs- und Begleitangebote die Kinder und Jugendlichen aus ihrer Verwahrlosung und versuchen so, ihnen eine berufliche Zukunft aufzuzeigen und eine Alternative zum Leben auf der Straße zu geben. Die Seriosität des Projektes wird durch MISEREOR und den Verein „Bolivienbrücke“ abgesichert.

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Das lateinische Wort „Caritas“ bedeute „Liebe“ und meine insbesondere die Liebe Gottes zu den Menschen, erklärte Müller abschließend. Eben diese Liebe sei durch das gemeinsame Wirken aller Beteiligten beim Adventsbasar sichtbar geworden. Rolf Schneider fasste im Schlusswort zusammen: „Caritas und bischöfliches Clara-Fey-Gymnasium haben hier etwas gemeinsam: wir kümmern uns beide um Menschen, denen es nicht gut geht.“ (eB)

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