O Tannenbaum, wie belastet sind deine Blätter?

NABU empfiehlt, bei Weihnachtsbäumen auf Ökolabel und kurze Transportwege zu achten oder beim örtlichen Forstamt nach Durchforstungsbäumen nachzufragen

Nicht immer kommt der Weihnachtsbaum aus der Region und nicht immer ist er frei von Pestiziden. Symbolbild: Michael Thalken/epa
Nicht immer kommt der Weihnachtsbaum aus der Region und nicht immer ist er frei von Pestiziden. Symbolbild: Michael Thalken/epa

Eifel/Deutschland – Laut NABU werden in den nächsten Wochen in Deutschland über 30 Millionen junge Fichten und Tannen als Weihnachtsbäume den Besitzer wechseln. Doch nur selten stehe am Heiligen Abend tatsächlich ein heimischer Nadelbaum in der Wohnung, beliebter seien Nobilistannen oder Blaufichten. Die meisten Weihnachtsbäume stammten aus einförmigen Plantagen, die durch den massiven Einsatz von Düngern und Pestiziden Boden, Grundwasser und Lebewesen enorm belasteten. Der NABU empfiehlt deshalb den Kauf von Fichten, Kiefern oder Tannen aus Durchforstung oder aus Weihnachtsbaum-Kulturen, die nach ökologischen Kriterien bewirtschaftet werden.

Der NABU fordert die Verbraucher auf, beim Handel giftfreie Fichten und Tannen zu verlangen und damit die Nachfrage zu erhöhen. Beim Weihnachtsbaumkauf sollte man darauf achten, dass die Bäume mit dem FSC-Siegel oder den Labeln der ökologisch arbeitenden Anbauverbände Bioland oder Naturland gekennzeichnet sind. Denn das garantiere, dass die zur Neupflanzung vorgesehenen Flächen für Weihnachtsbaum-Kulturen nicht mit Herbiziden kahlgespritzt, sondern mechanisch von Aufwuchs befreit werden. Auch später würden im Ökoanbau Konkurrenzpflanzen nicht durch Pestizide kleingehalten.

Als gute Alternative sieht der NABU Weihnachtsbäume aus Durchforstungsmaßnahmen oder von forstlichen Sonderstandorten wie z.B. Hochspannungstrassen an. Diese Bäume seien in der Regel unbehandelt und müssten sowieso gefällt werden.

Durchforstungsbäume seien über das örtliche Forstamt erhältlich. Hierbei sei aber darauf zu achten, nicht zu lange Transportwege zurückzulegen.

Wo man Ökoweihnachtsbäume in Deutschland kaufen kann, dies hat die Aktionsgemeinschaft „Robin Wood“ zusammengetragen und in einem Dokument veröffentlicht, das man hier einsehen kann.

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Die Adressen der örtlichen Fosrtämter findet man hier.  (epa)

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