Ausstellung über die Befreiung vom Nationalsozialismus

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, eröffnete „Routes of Liberation – Das Vermächtnis des Zweiten Weltkrieges“ in Nideggen-Schmidt

Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, eröffnete die Ausstellung „Routes of Liberation". Bild: privat
Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, eröffnete die Ausstellung „Routes of Liberation“. Bild: privat

Nideggen-Schmidt – Kein geringerer als Schirmherr Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, hat am vergangenen Samstag die Ausstellung „Routes of Liberation – Das Vermächtnis des Zweiten Weltkrieges“ in der Pfarrkirche St. Hubertus, besser bekannt als St. Mokka, in Nideggen-Schmidt eröffnet. Die Ausstellung zeichnet den Weg der Befreiung vom Nationalsozialismus vor genau 70 Jahren nach.

Entstanden ist die Idee zu dieser Ausstellung in dem transnationalen Projekt „Liberation Route Europe“. Die Kuratoren dieser Ausstellung kommen aus England, Frankreich, den Niederlanden, Deutschland und Polen.

In einem grenzüberschreitenden Ansatz verfolgt die „Liberation Route Europe“ das Anliegen, den größten bewaffneten Konflikt der Menschheitsgeschichte aus vielfältigen historischen Perspektiven zu verstehen. Das Herzstück der Ausstellung sind persönliche Geschichten. Die Sichtweise aus verschiedenen Blickwinkeln, die sich zunächst in 16 Biografien widerspiegelt, macht das komplexe Vermächtnis von Krieg und Befreiung lebendig.

Ergänzt wird die Ausstellung hier durch sechs weitere lokale Lebensläufe, die nach dem gleichen Prinzip recherchiert und produziert wurden. „Das 70 Jährige Gedenken an die Schlacht im Hürtgenwald und der Kampf um das Dorf Schmidt ist der Anlass, sie hier zu zeigen,“ so Heinz Claßen, Vorsitzender des Geschichtsvereines in Schmidt.

Zahlreiche Besucher verfolgten die Ansprache von Martin Schulz in der Kirche "St. Mokka". Foto: privat
Zahlreiche Besucher verfolgten die Ansprache von Martin Schulz in der Kirche „St. Mokka“. Foto: privat

Ein Besuch der Ausstellung bis Samstag, 31. Januar, möglich. Neben dem kostenlosen Besuch kann die Ausstellung mit Begleitung bei offenen Terminen und in vorangemeldeten Gruppen erlebt werden. Kombiniert werden kann der Besuch auch mit einer Wanderung auf dem „Kreuzweg des Friedens“, der an der Kirche beginnt und dort auch endet. Dazu wird der Ausstellungskatalog in drei Sprachen ergänzt durch die „lokalen Biografien“ angeboten.

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Bei der Eröffnung waren verschiedene Ehrengäste aus dem Ausland dabei, unter ihnen Stephen A.Hubler, US-Generalkonsul, Viktoria van Krieken, Direktorin der Stichting Liberation Route Europe, und Fokko Spoelstra, Vertreter des vfonds (Niederländischer Veteranenverband und Hauptsponsor der Liberation Route Europe).

Offene Führungen finden freitags, samstags und sonntags jeweils um 14 Uhr statt und kosten 4 Euro pro Erwachsenem.

Offene Führung mit kurzer Wanderung: samstags 13 Uhr (7 Euro pro Erwachsenem)

Offene Führung mit langer Wanderung: sonntags 11.30 Uhr (9 Euro pro Erwachsenem)

Rückfragen Gruppenbuchungen und Anmeldungen an:

Rureifel-Tourismus e.V., Telefon 0 24 46 – 8 05 79 -0, info@rureifel-tourismus.de

(epa)

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