Gottesdienst und Lesung am Tag der Befreiung von Auschwitz

Das Bild "Junge" aus dem Zyklus "Hannah" von Peggy Steike erinnert an die nationalsozialistische Schreckensherrschaft. Bild: Steike
Das Bild „Junge“ aus dem Zyklus „Hannah“ von Peggy Steike erinnert an die nationalsozialistische Schreckensherrschaft. Bild: Steike

Gemünd – Das im Sommer 2014 in Gemünd geründete „Netzwerk gegen das Vergessen“, dem der Arbeitskreise Stolpersteine Gemünd und Kall, die GdG Hellenthal Schleiden, die Seelsorge im Nationalpark Eifel und Vogelsang, die Ev. Trinitatisgemeinde Schleidener Tal, Judit.H, das Eifeler Bündnis gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt und die Galerie Eifel Kunst angehören, lädt für Dienstag, 27. Januar, zur Veranstaltung „Niemals Vergessen“ ein.

An diesem Tag jährt sich die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz zum 70. Mal. Die Vereinten Nationen erklärten den 27. Januar im Jahr 2005 zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocausts.

„Den Vertretern aller Initiativen ist es wichtig, die Erinnerung an die Geschehnisse in der NS-Zeit, insbesondere an die Schicksale der Juden im Bereich der Kommunen Kall, Schleiden und Hellenthal wach zu halten sowie ein deutliches Zeichen gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt zu setzen. Ebenfalls sollen die aktuellen Bezüge fokussiert werden, die sich aus der Erinnerung an die NS-Zeit ergeben“, so Marita Rauchberger in einer Pressemitteilung.

Die Veranstaltung startet um 18.30 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche St. Nikolaus Gemünd. Um 19 Uhr findet eine Lesung im „KunstForumEifel“ in der Alten Schule, Dreiborner Straße 22, in Gemünd statt. Dort lesen André Biakowski (Autor aus Reutlingen) und Timotheus Eller (Pfarrer in der GdG Hellenthal-Schleiden) Gedichte aus verschiedenen Konzentrationslagern, u.a. von Hasso Grabner, Rivka Basman und Maria Kociubska. Musikalisch wird die Lesung von Wolfgang Gerhards am Flügel begleitet.

Nach der Lesung sind alle von den Veranstaltern eingeladen, mit dem Entzünden einer Kerze ein Zeichen zu setzen und bei Tee und Matzenbrot noch etwas zusammen zu bleiben. (epa)

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Facettenreiche Eigenschaften des Menschen dargestellt

Kommentar verfassen