Günter Rosenke und Manfred Poth verliehen fast 300 Kreisorden

Kreispressesprecher Walter Thomaßen moderierte den Prinzenempfang zum letzten Mal – Einige Tollitäten entpuppten sich als wahre Stimmungskanonen

Landrat Günter Rosenke (r.) und Manfred Poth verlihen nicht nur zahlreiche Orden, sie kamen selber auch einige Kilogramm an Karnevalsorden verliehen. Bild: Silvia Vanselow.
Landrat Günter Rosenke (r.) und Manfred Poth verliehen nicht nur zahlreiche Orden, sie trugen auch selber schwer an ihren jecken Auszeichnungen. Bild: Silvia Vanselow.

Euskirchen – Am letzten Donnerstag war das Kreishaus wieder fest in Narrenhand. 44 Gesellschaften mit 77 Tollitäten – kleine und große Prinzen, Prinzenpaare, Dreigestirne, eine Regentin und der Euskirchener Küfer – stürmten das Kreishausfoyer und feierten mit Landrat Günter Rosenke und seinem Allgemeinen Vertreter, Manfred Poth, echten rheinischen „Fastelovend“.

„Es war ein tolles Bild – stolze Prinzen mit wippenden Fasanenfedern, deftige Bauern mit Dreschflegel und Pfauenfedern, liebreizende Jungfrauen mit langen, blonden Zöpfen und Prinzessinnen mit prächtigen Roben“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises.

Alle Jahre wieder - das traditionelle Tollitätenfoto mit Günter Rosenke und Manfed Poth auf der Freitreppe vor dem Kreishaus. Bild: Silvia Vanselow
Alle Jahre wieder – das traditionelle Tollitätenfoto mit Günter Rosenke und Manfed Poth auf der Freitreppe vor dem Kreishaus. Bild: Silvia Vanselow

Kreispressesprecher Walter Thomaßen, der zum Jahresende in Pension geht, moderierte letztmalig in seiner bekannt lockeren Art die Großveranstaltung. Er holte die Gesellschaften mit ihren jeweiligen Tollitäten und deren Gefolge einzeln auf die prächtig geschmückte Bühne.

Die Einmärsche erfolgten unter der bewährten musikalischen Begleitung von Werner Krebs, dem Fahrer des Landrates, der die bunte Narrenschar mit seiner Musik bestens unterhielt.

Landrat Günter Rosenke und sein Allgemeiner Vertreter Manfred Poth verteilten fast dreihundert Kreisorden an die Tollitäten. Die Orden waren wieder von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Nordeifelwerkstätten (NEW) in Handarbeit gefertigt worden. In diesem Jahr war ein bunter Clown das Motiv.

Einige Tollitäten entpuppten sich als wahre Stimmungskanonen. Beim Publikum kamen die Kindertollitäten, teilweise noch unter zehn Jahren, aufgrund ihrer Spontanität und Unbekümmertheit besonders gut an.

Auch der Nachwuchs wusste das Publikum bestens zu unterhalten. Bild: Silvia Vanselow
Auch der Nachwuchs wusste das Publikum bestens zu unterhalten. Bild: Silvia Vanselow

„Der Prinz der Kreisstadt Euskirchen, Gerhard I (Hannemann), bekannt dafür, dass er aufgrund seiner Nervosität sein Motto schon mal »verhaspelt«, schmetterte es diesmal absolut fehlerfrei ins närrische Auditorium“, heißt es weiter.

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Alle Zülpicher Gesellschaften und Vereine marschierten gemeinsam unter den Klängen ihres eigenen Musikzuges zur Bühne. Fast hundert Karnevalisten drängten sich um den Landrat und Manfred Poth. Die Präsidenten der einzelnen Gesellschaften bzw. Vereine stellten ihre Tollitäten selber vor. Diese boten wiederum ein tolles Programm mit ihren Mottoliedern und witzigen „Verzällchen“.

Waren in den letzten Jahren noch keine Tollitäten dem Beispiel „Tolbiacums (Zülpich)“ gefolgt, so taten sich in diesem Jahr gleich mehrere Gesellschaften zu gemeinsamen Auftritten zusammen. So auch die Euskirchener Südstadt-Regentin Helga I (Kröckel) und die Kuchenheimer Prinzessin Bettina I (Minneken-Sagorny). Beide meinten unisono: „Wir wollen zeigen, dass wir auch prima gemeinsam Karneval feiern können.“

Erst nach fast vier Stunden neigte sich der Prinzenempfang 2015 dem Ende zu. „Da war der Augenblick gekommen, den vielen Helfern zu danken. Auch wenn alle hervorragende Arbeit geleistet haben, müssen Gudrun Plützer, die die gesamte Büroarbeit rund um den Prinzenempfang geleistet hat, und Hausmeister Wilfred Krebs mit seinem Team für die fantastische Ausschmückung des Foyers besonders erwähnt werden“, heißt es weiter.

Um die Bewirtung kümmerten sich die Damen vom DRK Euskirchen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung – darunter viele Azubis, die nachher einstimmig sagten: „Et wor richtich staats. Nächstes Johr sein m’r widder dobei.“

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