Närrischer Ausnahmezustand im „Standquartier“ der KSK

(Mit Bildergalerie) Im Casino an der Siemensstraße empfing man an Weiberfastnacht Prinz Gerhard I. samt großem Gefolge – Auch die KG „Verdötschte Geecher“ gab sich ein Stelldichein – Männerballett „Traumtänzer“ zeigte schweißtreibende Choreografie rund ums Thema „Fliegen“

Udo Becker (l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, begrüßte den Prinzen Gerhard I. (Hannemann) nicht nur als Sparkassenchef, sondern auch als bekennender „Jeck“ sowie Mitglied der Prinzengarde Euskirchen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Udo Becker (l.), Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, begrüßte den Prinzen Gerhard I. (Hannemann) nicht nur als Sparkassenchef, sondern auch als bekennender „Jeck“ sowie Mitglied der Prinzengarde Euskirchen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Ausnahmezustand herrschte am Donnerstagmittag im Casino der Kreissparkasse Euskirchen. Der Prinz der Kreisstadt Gerhard I. (Hannemann) stattete den KSK-Mitarbeitern in deren „Stand- und Hauptquartier“ an der Siemensstraße einen prunkvollen Besuch ab. Gemeinsam mit Prinzenführer Hans-Josef Bädorf, die „schwazze Männ“ vom Festausschuss Euskirchener Karneval samt Präsident Helmut Marian sowie Vertretern der vaterstädtischen Karnevalsgesellschaften kam der Prinz per Bus um 13.11 Uhr vorgefahren. Ihm zu Ehren hatte sich bereits die Prinzengarde unter der Leitung von Generalfeldmarschall Georg „Schorsch“ Harzheim ein halbes Stündchen früher in Formation gebracht, natürlich mit ihrem musikalischen Begleitzug unter dem bewährten Dirigat von Generaloberst Otto Koch und mit ihrem Tanzpaar Regimentstochter Ira Mletzko und Tanzoffizier Christoph Spiluttini.

Begrüßt wurden die Einmarschierenden vom Vorstandsvorsitzenden der KSK, Udo Becker, KSK-Vorstand Hartmut Cremer, und natürlich von den zahlreichen Spalier stehenden Mitarbeitern der Kreissparkasse, von denen die meisten kaum wiederzuerkennen waren: Statt von seriös gekleideten Angestellten wimmelte es im Casino nur so von Mäuschen, Chirurgen, Barock-Damen, Fröschen, Eisbären, Hippies, Außerirdischen, Matrosen und Bruchpiloten.

Zu den Klängen des Begleitzugs der Prinzengarde wurde ausgiebig geschunkelt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Zu den Klängen des Begleitzugs der Prinzengarde wurde ausgiebig geschunkelt. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Nachdem Udo Becker und Hartmut Cremer so manchen Orden an die Jecken vergeben hatten, bedankte sich Prinzenführer Hans-Josef Bädorf bei der KSK für die stets zuverlässige Hilfe. Man käme keineswegs nur Jahr um Jahr, weil man im Casino stets aufs Beste verköstigt werde, sondern auch, um ehrlich danke zu sagen für eine heute längst nicht mehr selbstverständliche finanzielle Unterstützung des närrischen Brauchtums. Dem konnte sich der Leiter der Prinzengarde, Georg Harzheim, nur anschließen: „Es wird heut überall viel gemotzt, aber danke sagen fällt manchen Leuten offensichtlich schwer.“ Bei seinen „Rot-Weißen“ sei dies allerdings nicht so: „In der Kreissparkasse fühlen wir uns stets wohl und geborgen“, so Harzheim.

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Die „Traumtänzer“, darunter zwei KSK-Mitarbeiter, begeisterten das Publikum mit dem Traum vom Fliegen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Die „Traumtänzer“, darunter zwei KSK-Mitarbeiter, begeisterten das Publikum mit dem Traum vom Fliegen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Tanzmariechen Ira Mletzko zeigte sodann allein ihr tänzerisches Können, da die begrenzte Höhe des Casinos Hebefiguren mit Tanzoffizier Spiluttini nicht hergab. Kein Problem mit der Höhe hatte hingegen die Prinzengarde, um ihr Stippefötche-Ritual zu praktizieren. Zwei Gardisten standen dazu Rücken an Rücken und rieben beim sogenannten „Wibbeln“ die „Föttche“ aneinander. Beim „Wibbeln“ durfte natürlich auch Wibbelstez-Mitglied und KSK-Mitarbeiter Linus Krämer nicht fehlen, der dieses Prozedere allerdings lieber mit dem Tanzmariechen absolvierte und dafür sogar noch einen Orden erhielt. Der Sparkassen-Orden spielt auf das neue Schwimmbad der Kreisstadt an, durch das „Euskirchen endlich wieder baden geht“, wie Udo Becker scherzte.

Eine neue Einsatztruppe für die intergalaktische Verfolgung von Kredithaien hatte eine Abteilung der Kreissparkasse aus den eigenen Reihen rekrutiert und dazu gleich die Büros mit zahlreichen UFOs geschmückt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Eine neue Einsatztruppe für die intergalaktische Verfolgung von Kredithaien hatte eine Abteilung der Kreissparkasse aus den eigenen Reihen rekrutiert und dazu gleich die Büros mit zahlreichen UFOs geschmückt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Eine wilde Choreografie rund um das Thema „Fliegen“ boten sodann die Herren des Männerballetts „Traumtänzer“. Die Tänzer ernteten für ihre schweißtreibende Aufführung, die sich zum Teil bis unter dem Dach des Casinos abspielte, einen Riesenapplaus und entließen sich und das närrische Volk schließlich mit einer Zugabe „atemlos in die Nacht“.

Doch bevor es dunkel wurde stand bereits die nächste Karnevalsgesellschaft vor den Türen bereit. Die „Verdötschte Geecher“ zeigten, was Frauenpower ist, und marschierten mit ihrem Dreigestirn Prinz Gudrun, Jungfrau Eva und Bauer Silvia sowie Musikcorps und Kleiner Garde in den Saal ein, begeistert gefeiert von den KSKlern, die mit viel Liebe zum Detail den närrischen Tag bei der Kreisparkasse wieder einmal zu einem unvergesslichen Erlebnis für alle Beteiligten hatte werden lassen.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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