Freilichtmuseum lädt zum Eierfärben ein

Wie man Oastereier nach alter Tradition färbt, zeigt das LVR-Freilichtmuseum in Kommern. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR
Wie man Oastereier nach alter Tradition färbt, zeigt das LVR-Freilichtmuseum in Kommern. Bild: Hans-Theo Gerhards/LVR

Mechernich-Kommern –  Am Gründonnerstag, 2. April, und Karfreitag, 3. April, jeweils 11 bis 17 Uhr, zeigen die „Bäuerinnen“ des LVR-Freilichtmuseums Kommern, wie früher die Natur zum Ostereierfärben genutzt wurde: Zwiebelschalen, Rot-, Blau- und Gelbholz sowie Walnuss-Schalen werden den Eiern Farbgebungen verleihen, die uns heute von den Oster- und „Party“-Eiern unbekannt sind. Kleine und große Museumsgäste sind eingeladen, dabei mitzuwirken. Die Hühner des Museums haben bereits kräftig vorproduziert.

Auch mit Pflanzen kann man Eier färben. Hans-Theo Gerhards/LVR
Auch mit Pflanzen kann man Eier färben. Hans-Theo Gerhards/LVR

Die Bezeichnung „Osterei“ taucht erstmals im 17. Jahrhundert auf. Das Ostereierschenken geht auf die zum Ostertermin fälligen Naturalzinsen zurück, die die Bauern als Abgaben an die Herrschaft oder auch als „Kirchensteuer“ an Klöster und Pfarrer zu leisten hatten. Diese verwendeten aber nicht immer alle „Zinseier“ selbst, sondern verschenkten sie an Kinder. So entwickelte sich der Brauch des Ostereier-Schenkens.

In der Eifel bekam jeder, der zu Ostern ein Haus betrat, ein Ei überreicht. Kinder erhielten von den Eltern und Paten Ostereier. Die Klapperjungen erhielten für das Karklappern, der Küster für seinen Dienst und der Pfarrer für die Abnahme der Beichte Eier zum Osterfest.

Der heute noch in Südosteuropa verbreitete Brauch, aus dem Ei ein kleines Kunstwerk mit filigranen Motiven zu schaffen, war im Rheinland nie bekannt. Hier erhielten die Eier durch Naturfarben lediglich ein buntes Aussehen.

Eine Anmeldung zur Teilnahme am Ostereierfärben ist nicht erforderlich. Das Museum bittet allerdings, keine Eier zum „Färben lassen“ mitzubringen. (epa)

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