Hilfsprojekte in Peru zeigen Fortschritte

Der Initiator der “Peru-Hilfe Uedelhoven”, Manfred Görgens, befindet sich momentan in Peru und berichtet über die Fortschritte der von seiner Hilfsorganisation gestifteten Projekte

Manfred Görgens (Mitte) hat schon vielen Menschen in Peru mit seiner Hilfsorganisation "Peru-Hilfe Uedelhoven" geholfen. Bild: Privat
Manfred Görgens hat schon vielen Menschen in Peru mit seiner Hilfsorganisation „Peru-Hilfe Uedelhoven“ geholfen. Bild: Privat

Blankenheim-Uedelhoven/Peru – Die „Peru-Hilfe Uedelhoven“ unterstützt nun schon seit 27 Jahren zahlreiche Projekte in Peru. Initiator Manfred Görgens ist zur Zeit dort, um ein Auge auf diese Projekte zu werfen und kann durch seinen Reisebericht die Fortschritte in Peru belegen: „Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet er, die Peru-Hilfe sei durch die „großartige Unterstützung“ der Freunde und Spender mit der Zeit immer effektiver geworden, so der Initiator.

Dennoch sei Peru weiterhin ein Land, in dem die Schere zwischen Arm und Reich sehr weit auseinander geht. Die Menschen dort müssten „den harten Alltag meistern“, so Görgens, um sich überhaupt ein wenig zu Essen leisten zu können und die meisten seien weder renten- noch krankenversichert.

Doch es zeigen sich bereits viele Verbesserungen durch seine Hilfsorganisation: Beispielsweise gebe es dort nun einen Markt, wo Hilfsgüter aller Kategorien erworben werden könnten. Damit seien auch viele Kosten und Mühen, die der Transport sonst mit sich gebracht habe, gespart worden, so dass diese direkt in die Projekte vor Ort gesteckt werden könnten, berichtet er.

Zudem solle in diesem Jahr die Wasserversorgung einer Projektschule mit 1.200 Schülern umgestellt werden. Der Grund: Die vor vielen Jahren gelieferten, gebrauchten Feuerwehrautos aus den Gemeinden Blankenheim und Nettersheim seien nun nach ca. 45 Jahren Dienstzeit in Deutschland und Peru langsam nicht mehr funktionstüchtig und „geben den Geist auf“, so Manfred Görgens. Nun sei allerdings eine Zisterne im Bau, aus der das Wasser in Zukunft in die Hochbehälter gepumpt werden solle, berichtet Görgens.

Mit der Peru-Hilfe finde auch ein ständiger Jugendaustausch mit jungen Menschen aus Deutschland statt, die für eine gewisse Zeit ein Praktikum in Peru suchen, um ihren beruflichen Horizont zu erweitern, sowie Sprache, Kultur und Freunde kennen zu lernen. Dieser Austausch werde auch durch die „Peru-Hilfe Uedelhoven“ und andere Institutionen in Peru vermittelt.

Besonders die Mühe der „Sternsinger“ habe sich gelohnt: „Die Schulspeisung von 260 Kindern vom Erlös des Dreikönigssingens in unserem Pfarrverbund St. Matthias Blankenheim läuft seit Jahren hervorragend und reibungslos“, berichtet er.

Eine kleine Multifunktions-Kirche in den Anden sei durch die Unterstützung der Uedelhovener Hilfsorganisation wieder aufgebaut worden und solle dieses Jahr den Fußboden und die Bestuhlung bekommen und damit fertiggestellt werden. Dort sollen Gottesdienste gefeiert werden oder Versammlungen und Feste stattfinden, so der Gründer der Uedelhovener Hilfsorganisation.

Außerdem sei ein Kindergarten für 30 Kinder errichtet worden und 70 Jugendliche, die im vorigen Jahr auf der Straße lebten, seien nun versorgt, berichtet Görgens. Auch ein zweiter Kindergarten in El Augustino in der Pfarrei St. Magdalena für 30 weitere Kinder solle bald fertiggestellt sein. Dieser befinde sich in einem der ärmsten Viertel im Großraum Lima, „wo der Hunger die Menschen oft auch in den Drogenhandel verstrickt und in die Prostitution treibt“, erzählt Görgens. Genau dort habe die Peru-Hilfe jungen prostituierten Frauen mit kleinen Kindern geholfen und habe für eine Betreuungsstation vom Erzbistum Lima weitere zehn Betten für Mütter und zehn Baby-Betten mit allem Zubehör gekauft: „Vom Bettlaken bis zum Kleiderschrank“, so Manfred Görgens.

Ein weiterer Fortschritt sei: Eine dortige Pfarrei solle einen Beamer bekommen, um die pfarrangehörigen Erwachsenen und Kinder in lebensnotwendigen Dingen, wie Hygiene, gesunder Essenszubereitung, beruflicher Weiterbildung, Schulen und auch im religiösen Leben aufzuklären.

Görgens berichtet auch, dass im August in einem Friedens-Festgottesdienst an den Weltjugendtag vor zehn Jahren erinnert werden solle, weil viele damals geschlossene Freundschaften bis heute bestünden, die „wahrlich zur Völkerverständigung beigetragen haben und die besonders heute in diesen wirren, kriegerischen Zeiten noch wichtiger geworden sind als vor zehn Jahren“. Ein besonders großes Anliegen der Peru-Hilfe: „Wenn auch im ganz kleinen Rahmen des Weltgeschehens, Frieden zu stiften“, so Manfred Görgens.

mh/Eifeler Presse Agentur/epa

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