„Ich möchte Versöhnung bringen zwischen Christen und Muslimen!“

Zum Auftaktthema „Christenverfolgung in islamischen Ländern“ referierte Alex Lindt vom Hilfswerk „Open Doors“ im Vortragssaal des Internats der Legionäre Christi in Bad Münstereifel – 40 Interessierte folgten seinem Bericht

Alex Lindt vom Hilfswerk „Open Doors“ im Vortragssaal des Internats der Legionäre Christi. Bild: Privat
Alex Lindt vom Hilfswerk „Open Doors“ im Vortragssaal des Internats der Legionäre Christi. Bild: Privat

Bad Münstereifel – Wie können Christen in einem schwierigen Umfeld ihren Glauben praktizieren? Warum sind ehemalige Muslime in Gefahr und wie kann ihnen geholfen werden? Dies waren einige der Fragen, denen Alex Lindt vom Hilfswerk „Open Doors“ bei der Vortragsveranstaltung am 16. März in der Apostolischen Schule der Legionäre Christi nachging.
Dabei ging es ihm weniger um die Darstellung des Leids dieser Menschen, sondern vielmehr um ihre Bereitschaft zur Vergebung. Wie notwendig diese ist, machte er gerade am Beispiel der von der islamistischen Terrorgruppe „Boko Haram“ entführten Mädchen in Nigeria deutlich, die von ihren Entführern für 20 Dollar auf dem Markt verkauft worden waren.
Der Gewalt müsse die Bereitschaft zur Versöhnung entgegengestellt werden, so Lindt.

Ein Teilnehmer aus Bad Münstereifel fasste seine Eindrücke so zusammen: „Hier ging es nicht nur um Informationen, die ich auch im Internet finde, sondern um persönliche Erlebnisse. Deshalb war es so bereichernd. Ich komme wieder.“

Das Hilfswerk „Open Doors“ wurde 1955 von dem Holländer Anne van der Bijl gegründet. Besser bekannt ist der heute über 80-Jährige nach seiner in 36 Sprachen erschienenen Autobiographie als „der Schmuggler Gottes“ oder „Bruder Andrew“. Das christliche Werk setzt sich seit 60 Jahren in mehr als 50 Ländern für verfolgte Christen ein und bietet Nothilfeprogramme für Flüchtlinge: Nahrungsmittel, Hygieneartikel, Zelte, Bibeln, Traumahilfe, Kinderprogramme.

 

mh/Eifeler Presse Agentur/epa

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