„Tanze Gerechtigkeit“

Über 200 Frauen und Mädchen sowie einige Männer beteiligten sich in Euskirchen an der weltweiten Aktion „One Billion Rising“, die sich für das Ende von Gewalt gegen Frauen einsetzt

Karla-M. Götze (l.) führte singend, rufend und tanzend die über 200 Teilnehmer der Euskirchener Gruppe von „One Billion Rising“ an. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Karla-M. Götze (l.) führte singend, rufend und tanzend die über 200 Teilnehmer der Euskirchener Gruppe von „One Billion Rising“ an. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – „Tanz, steh auf! Es ist Dein Körper, der Körper ist heilig. Tanze Gerechtigkeit. Komm, wir sprengen unsere Ketten!“, zu diesen und weiteren Textzeilen machten über 200 Frauen, Mädchen sowie einige Männer am vergangenen Samstag in der Euskirchener Innenstadt auf ein weltweites Problem aufmerksam: Laut Statistik der Vereinten Nationen wird jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens Opfer schwerer Gewalt – in einer Zahl ausgedrückt also etwa eine Milliarde Frauen.

Auf diese Zahl spielt der Name der weltweiten Aktion für das Ende von Gewalt gegen Frauen „One Billion Rising“ an: Das US-amerikanische „Billion“ bedeutet Milliarde, die Bewegung hat die Yorker Künstlerin Eve Ensler 2012 aus der Taufe gehoben. In Euskirchen war es der Verein „Frauen helfen Frauen Euskirchen“ als Veranstalter, der unter der Organisation von Karla-M. Götze, Andrea Braun und Monika Geusen-Trösser zu der friedlichen Tanzaktion aufgerufen hatte.

Vom Bahnhof Euskirchen ging es rufend, pfeifend und tanzend bis zum Klosterplatz. Am Bahnhof, vor dem Veybach-Center und auf dem Klosterplatz zeigte zahlreiche Teilnehmerinnen zu Live-Gesang des Liedes „Sprengt die Ketten“ eine eigens von der Tanzschule Schumacher erdachte Choreografie, um dem Ansinnen einen kreativen, friedlichen und aufrüttelnden Ausdruck zu verschaffen.

Auch Männer waren eingeladen, an der kreativen Protestaktion gegen Gewalt an Frauen teilzunehmen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch Männer waren eingeladen, an der kreativen Protestaktion gegen Gewalt an Frauen teilzunehmen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

In über 190 Länder wird die Aktion mittlerweile begangen, eigentlich am 14. Februar, wegen der Karnevalsnähe hatten die Veranstalter aber erst zwei Wochen später zum gemeinsamen Protesttanz gerufen – unter dem Motto „In Euskirchen leben Menschen aus über 136 Nationen, machen wir uns mit einander bekannt und tanzen zusammen!“ Deshalb gab es auf dem Einladungsflugblatt auch gleich eine englische, türkische und russische Übersetzung.

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Nevin Sezgin, Initiatorin des Euskirchener Friedenstages, machte darauf aufmerksam, dass viele Frauen auch in ihrem engsten Umfeld täglich mit Gewalt konfrontiert seien und das Schweigen darüber gebrochen werden müsse.

Eifeler Presse Agentur/epa

Ein Gedanke zu „„Tanze Gerechtigkeit““

  1. Danke für den positiven Artikel,
    es war in diesem Jahr auch eine
    super psotive Aktion, die die schweren Themen benannte und gleichzeitig vor Lebensfreude spühte – weil dafür gehen
    wir und tanze auf der Straße.
    Ein Leben ohne Gewalt bringt das Glück :))
    Karla

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