Wegepaten betreuen Strecke von 1646 Kilometern

60 Paten und Manager trafen sich kürzlich im Natur- und Holzkompetenz-Zentrum in Nettersheim

Die Wegepaten des Eifelsteiges und der Partnerwege erhielten als kleine Anerkennung Ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen neuen Eifel Rucksack. Bild: Eifel Tourismus
Die Wegepaten des Eifelsteiges und der Partnerwege erhielten als kleine Anerkennung Ihrer ehrenamtlichen Arbeit einen neuen Eifel Rucksack. Bild: Eifel Tourismus

Eifel/Nettersheim – Manfred Rippinger, Geschäftsführer der Dürener Hauptgeschäftsstelle des Eifelvereins war froh, so viele Wegepaten und kommunale Wegemanager von Eifeler Qualitätswanderwegen begrüßen zu können. Rund 60 Paten und Manager hatten sich kürzlich im Natur- und Holzkompetenz-Zentrum in Nettersheim eingefunden. Es sei das erste Mal, dass sich alle Parter in einer so großen Runde treffen, berichtete Geschäftsführer Rippinger.

Die Hauptgeschäftsstelle hatte die Paten aber auch eingeladen, um sich bei ihnen für die ehrenamtliche Arbeit zu bedanken. Am Ende des gut sechsstündigen Treffens bekamen alle Paten von Manfred Rippinger einen nagelneuen Eifel-Wanderrucksack überreicht.

Der Geschäftsführer hatte die Wegepaten eingeladen, um einen Erfahrungstausch vor Ort zu ermöglichen sowie Fragen und Anregungen entgegen zu nehmen. Es gehe hauptsächlich um eine Bestandsaufnahme, wo es gut und wo es weniger gut laufe, so Rippinger.

Der allgemeine Vertreter, Alfred Piehler, hieß die Paten in Nettersheim willkommen. Die Gemeinde sei den örtlichen Wegepaten, die für die ordnungsgemäße Erhaltung der Wanderwege zuständig seien, sehr dankbar. „Sie arbeiten ehrenamtlich für die Wanderer, also unsere Gäste“, so Piehler.
Wie Manfred Rippinger erläuterte, betreut das Management des Eifelvereins allein Qualitätswanderwege von einer Strecke von insgesamt 1646 Kilometern.

„Auf all diesen Wegen stellen sie als Paten die Betreuungsqualität sicher“, lobte Manfred Rippinger. Damit erzeuge der Eifelverein einen erheblichen Mehrwert für die Kommunen. „Zufriedene Wanderer sind das beste Aushängeschild für den Tourismus in den Kommunen entlang der Wanderwege“, so der Geschäftsführer.
Über die Bedeutung von „Eifelsteig & Co.“ aus touristischer Sicht referierte Wolfgang Reh von der Eifel Tourismus GmbH. Der Eifelsteig bestehe seit nunmehr fünf Jahren. In Angriff genommen und erste Ideen entwickelt habe man aber schon vor zehn Jahren.

„Heute können wir stolz darauf sein“, bilanzierte der Touristik-Fachmann. 60 Betriebe entlang des Eifelsteiges und der Partnerwege arbeiteten inzwischen erfolgreich nach vordefinierten Qualitätskriterien.

Die Frage, woher die Wanderer kommen und wie sie die Eifel als Ziel wählen, beantwortete Wolfgang Reh: „Das Internet ist im Tourismus unverzichtbar“. 1,7 Millionen Besucher auf der Seite des Eifelsteiges im letzten Jahr seien ein deutlicher Beweis dafür. 60 Prozent der touristischen Betriebe entlang des Premium-Wanderweges meldeten steigende Umsätze seit der Eröffnung im Jahr 2009. Von den Gästen werde die gute Pflege der Wege immer wieder gelobt. Dies sei an erster Stelle das Verdienst der Wegepaten.

In Nettersheim präsent war auch Matthias Irle vom gleichnamigen Planungsbüro in Manderscheid, der über das Wegemanagement berichtete. Auch er war froh, mit den Wegepaten, „die draußen die Arbeit tun“, die ganze Eifel an einem Tisch zu haben. Hin und wieder gebe es natürlich auch mal eine Beschwerde. Dies sei aber bei der großen Streckenlänge, die die Paten zu betreuen hätten, nicht zu vermeiden. „Wir bekommen viel mehr Lob und Zuspruch für die tollen Wanderweg ein der Eifel“, so Irle.

Aktuelle sei derzeit die Frage, wie die Markierung der Wanderwege durch ein Klebeverfahren zu realisieren ist. Anderorts habe man mit diesem Verfahren, das ein Annageln der Schilder an Bäume oder das Aufsprühen von Zeichen ersetzen soll, gute Erfahrungen gemacht. Das Verfahren werde inzwischen im Wanderwegeleitfaden Rheinland-Pfalz empfohlen. (epa)

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