Mitarbeiter in Arbeitssicherheit geschult

Mit einem mobilen Schulungszentrum samt Demonstrationslabor und Multimedia-Ausstattung sensibilisierte Berufsgenossenschaft die Techniker, Kaufleute und Geschäftsführer der ene-Unternehmensgruppe für Gefahren im Arbeitsalltag

Auch die Geschäftsleitung der ene-Unternehmensgruppe nahm an den Schulungen teil: Die Geschäftsleitung bestehend aus Markus Böhm, Helmut Klaßen und Markus Mertgens mit Theo Weber von der BG ETEM und dem technischen Leiter Eckhard Klinkhammer. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Auch die Geschäftsleitung der ene-Unternehmensgruppe nahm an den Schulungen teil: Die Geschäftsleitung bestehend aus Markus Böhm, Helmut Klaßen und Markus Mertgens mit Theo Weber von der BG ETEM und dem technischen Leiter Eckhard Klinkhammer. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – Die Mitarbeiter der ene-Unternehmensgruppe am Hauptstandort Kall staunten, als am Montagmorgen im Innenhof des Energiedienstleisters ein überdimensionaler Trailer der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro und Medienerzeugnisse (BETEM) stand. Dieses mobile Schulungszentrum für Arbeitssicherheit, elektromechanisch von straßentauglicher Größe auf fast die doppelte Breite ausgefahren, beherbergt neben einem Seminarraum auch ein Demonstrationslabor und eine umfangreiche Multimedia-Ausstattung.

„Sämtliche Mitarbeiter, von Auszubildenden und Bürokräften über die Techniker bis zu den Leitungspositionen, haben in den vergangenen drei Tagen an den Schulungen teilgenommen“, berichtete Markus Böhm, Geschäftsführung der Energie Nordeifel.

Weiterhin konnten Marktpartner sowie Kooperationspartner (Elektroinstallateure, Nachunternehmen) der ene-Unternehmensgruppe diese Schulungsangebote nutzen.

In kleinen Gruppen sensibilisierte Theo Weber, Technischer Aufsichtsbeamter der Berufsgenossenschaft, die Mitarbeiter in verschiedensten Bereichen, angefangen mit dem richtigen Heben von Lasten oder Herausziehen von Ordnern aus Aktenschränken bis zu speziellen Unfall- und Gesundheitsgefahren im Bereich eines Energiedienstleisters.

Bernd Maus, bei der ene-Unternehmensgruppe leitende Sicherheitsfachkraft: „Auch wenn unsere Unternehmensgruppe technisch und organisatorisch von Haus aus gut aufgestellt ist und das Verhalten der Mitarbeiter regelmäßig hausintern geschult wird, kann der Außenblick eines betriebsfremden Experten oft hilfreich sein.“ Diese externen Fachleute können die Motivation zu sicherheitsgerechtem Verhalten verstärken und den intuitiven Blick für Gefahrenquellen schärfen.

Die Fachleute informierten auch über die richtige Anwendung der persönlichen Schutzausrüstung und gaben praktische Tipps zur Vermeidung von Gesundheitsstörungen. „Vieles, was krank macht, tut nicht sofort weh“, so Weber von der BG ETEM, „aber in der Summe führen auch kleine Nachlässigkeiten etwa beim Heben einschleichend zu Muskelverspannungen oder gar zu bleibenden Gesundheitsschäden an der Wirbelsäule.“

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Die beste Motivation zu sicherem Verhalten sei dabei das Vorbild der Vorgesetzten, die deshalb besonders sensibilisiert sein müssten. Weber: „Die Meister und Elektrofachkräfte erfahren auch, wie sie zu jeder Arbeit mit wenig Aufwand eine Gefährdungsbeurteilung vornehmen und dann die richtigen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen können.“

Es gehe eben nicht nur darum, die aktuellen Vorschriften zu kennen, so Weber weiter: „Wichtig ist, dass die Mitarbeiter erkennen, wann sie unsicher arbeiten und das auch bei ihren Kollegen und Kolleginnen sehen. Wir möchten jeden davon überzeugen, dass sicheres Verhalten in seinem eigenen Interesse ist.“

Arbeitssicherheit sei aber nicht nur eine Frage der sozialen und gesetzlichen Verantwortung, sondern ebenso eine wirtschaftliche Notwendigkeit: „Jeder Arbeitsunfall, jede arbeitsbedingte Erkrankung ist wie eine Betriebsstörung, die Zeit, Geld und Wettbewerbsvorteile kostet.“

Gänzlich verhindern kann man Arbeitsunfälle natürlich trotzdem nicht. In offenen Diskussionsrunden wurden beispielsweise auch Abwägungsfälle diskutiert. Wenn beispielsweise eine Routinearbeit auf einem Mast für Stromleitungen auch an einem anderen Tag ausgeführt werden kann, werden die Mitarbeiter der ene-Unternehmensgruppe bei widrigen Verhältnissen wie zu starkem Wind nicht hinaufsteigen. Bei einer Betriebsstörung, durch die Kunden beeinträchtigt werden, kommen die Techniker eher in Zugzwang und müssen die Gefahren sorgfältig abwägen und nötigenfalls weitere Sicherungsmaßnahmen ergreifen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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