Stadtwald Bad Münstereifel erwirtschaftet Gewinn von durchschnittlich 350.000 Euro pro Jahr

Forstbetrieb Bad Münstereifel versucht den gestellten Anforderungen gerecht zu werden

Im Stadtwald Bad Münsteriefel überwiegt mit einem Prozentanteil von 53 Prozent das Laubholz. Dabei sind die Eiche mit 27 Prozent und die Buche mit 22 Prozent die dominierenden Laubholzarten. Die Fichte ist mit 36,5 Prozent als Einzelbaumart am stärksten representiert. Symbolbild: Eifeler Presse Agentur
Im Stadtwald Bad Münsteriefel überwiegt mit einem Prozentanteil von 53 Prozent das Laubholz. Dabei sind die Eiche mit 27 Prozent und die Buche mit 22 Prozent die dominierenden Laubholzarten. Die Fichte ist mit 36,5 Prozent als Einzelbaumart am stärksten representiert. Symbolbild: Eifeler Presse Agentur

Bad Münstereifel – Der städtische Wald Bad Münstereifel dient als Ort der Erholung, Lebensraum für Pflanzen und Tiere und Lieferant des Rohstoffes Holz. Zusätzlich ist er einer der größten in Nordrhein-Westfalen. Seit 2006 die Holzpreise gestiegen sind, ist die wirtschaftliche Situation in der Forstwirtschaft generell günstig. Davon profitieren alle Forstbetriebe, Bad Münstereifel eingeschlossen. Probleme bieten Gefahren durch den Klimawandel und überhöhte Rotwildbestände.


Der Stadtwald Bad Münstereifel verdient 80 Prozent seines Ertrages mit dem Verkauf von circa 15.000 bis zu 17.000 Festmeter Holz pro Jahr. Weitere Einnahmen werden aus Jagd und Landpacht erzielt. Der Bruttoertrag beläuft sich jährlich auf durchschnittlich 350.000 Euro.

Ein Problem, mit dem seit 2005 gekämpft werde, sind die immer noch gewaltigen Schäden, die das (Rot-)Wild im Wald verursacht. Deshalb wurde 2011 ein Jagdkonzept in Auftrag gegeben um die „zeitnahe Regulierung der Wildbestände zu ermöglichen, Fütterungsmissbrauch vorzubeugen und die Bedürfnisse des Rotwildes zu berücksichtigen“. An der Durchführung dieses Konzeptes werde weiterhin gearbeitet.Zusätzlich müsse der Forstbetrieb Bad Münstereifel jährlich rund 70.000 Euro für die gute Erhaltung des Wegenetzes aufbringen, damit der Wald ein Ort der Erholung bleiben könne.

In Bad Münstereifel wird auf Naturschutz im Wald geachtet. Über 1.000 Hektar von den 3.500 Hektar sind als Flora-Fauna-Gebiet ausgewiesen beziehungsweise als Naturschutzgebiet festgesetzt. Dazu kommt eine mehrere Hektar große Stilllegungsfläche zur Erzeugung von Alt- und Totholz.

Seltene Baum- und Pflanzenarten, wie die Elsbeere und 32 Orchideenarten sind im Eschwei-ler Tal zu Hause. Im Flora-Fauna-Gebiet Münstereifler Wald ist das größte Vorkommen der Bechsteinfledermaus in Nordrhein-Westfahlen angesiedelt. Wildkatze und Schwarzspecht kommen dazu.

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lp/Eifeler Presse Agentur/epa

 

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