Harald Thelen ist neuer Chef der „Löstigen Bröder“

Von Reiner Züll Werner Keutgen hatte bereits vorher angekündigt, das Amt nach den Jubiläumsfeierlichkeiten abgeben zu wollen

Der neue Vorstand des Karnevalsvereins "Löstige Bröder" mit Trixi haseleu, Harald Thelen, Jutta Söns und reiner Müller. Foto. Reiner Züll
Der neue Vorstand des Karnevalsvereins „Löstige Bröder“ mit Trixi Haseleu (v.l.), Harald Thelen, Jutta Söns und Reiner Müller. Bild: Reiner Züll

Kall – Nach einem erfolgreichen Jubiläumsjahr geht der Kaller Karnevalsverein „Löstige Bröder“ mit einem neuen Vorstand in die kommende Session. Bei der Jahreshauptversammlung im Saal Gier wurde der selbstständige Malermeister Harald Thelen aus Golbach zum neuen Chef des Karnevalsvereins gewählt, der in der verflossenen Session sein 111-jähriges Bestehen feiern konnte und der mit 348 Mitgliedern zu den größten Vereinen in der Gemeinde Kall zählt.

Der Wechsel in der Vorstandsspitze kam nicht überraschend, weil der bisherige Vereinschef Werner Keutgen schon bei seiner Wahl vor drei Jahren angekündigt hatte, das Amt nach dem Jubiläum in andere Hände abzugeben. Gleiches galt auch für die Schriftführerin Christine Heinen, so dass die Neubesetzung der frei werdenden Posten ohne Zeitdruck vorbereitet werden konnte.

Als letzte Amtshandlung bedankte sich Werner Keutgen bei allen Akteuren, die zum Gelingen des Jubiläums beigetragen hatten. Vor allem das Prinzenpaar Hans II. und Gabi I. (Lambert) sowie die Jugendprinzessin Lara II. (Blatt) hätten den Verein im Geburtstagsjahr gut präsentiert. Seinen Dank richtete Keutgen auch an die Eltern der Jugendprinzessin, die Lara finanziell unterstützt hätten.

„Laras Sparschwein hätte dafür nicht gereicht“, so der scheidende Vorsitzende, der insbesondere auch die Monate lange Arbeit der Trainerinnen und Betreuerinnen von mehreren Tanzgarden, Solomariechen und Tanzpaaren würdigte.

Im Tätigkeitsbericht des Vorstandes zog die Vize-Vorsitzende Trixi Haseleu ein positives Resümee über die Jubiläums-Veranstaltungen, die bei den Besuchern auf große Resonanz gestoßen seien. Obwohl man die Tollitäten erstmals bereits im November proklamiert habe, sei die große Sitzung im Januar restlos ausverkauft gewesen.

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Das spiegelte sich auch im Bericht des Kassierers Reiner Müller wider. Zwar seien der Jubiläumsabend im November, die Kindersitzung im Januar, der Weiberdonnerstag und vor allen Dingen der Karnevalszug am Sonntag nicht kostendeckend gewesen, dennoch habe der Verein unterm Strich ein kleines Plus verzeichnen können. Das sei wieder der Kaller Bevölkerung zu verdanken, die sich auch diesmal bei der traditionellen Haussammlung für den Karnevalszug recht spendabel gezeigt habe.

Die Wahl des neuen Vorstandes leitete der bisherige Vereinschef Werner Keutgen, dem die Vize-Vorsitzende Trixi Haseleu zum Abschied ein Präsent des Vereins überreichte. Er werde den neuen Vorstand auch weiterhin unterstützen, versprach Keutgen.
Zum neuen Vorsitzenden wurde Harald Thelen, der Prinz aus dem Jahr 2013, gewählt. Wiedergewählt wurde Trixi Haseleu als zweite Vorsitzende. Auch Kassierer Reiner Müller wurde für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. Als neue Schriftführerin gehört künftig Jutta Söns dem Vorstand an.

Als Beisitzer wurden Volker Blatt, Johannes Mießeler und Rita Blatt gewählt. Für die Zugleitung beim Karnevalszug zeichnet Karl Heinz „Kalle“ Haseleu weiterhin verantwortlich. Zeugwartin bleibt Trixi Haseleu, während Maike Wilkens und Rebekka Kautz sich als Jugendwarte um den Nachwuchs kümmern.

Weil die kommende Session ausgesprochen kurz und bereits am 10. Februar Aschermittwoch ist, haben die „Löstige Bröder“ die Sitzungsfolge umgestellt. Bereits am 9. Januar ist Kindersitzung mit Proklamation des kleinen Prinzenpaares, eine Woche später, am 16. Januar, findet dann die große Proklamationssitzung statt. Der Karnevalszug wird am Sonntag, 7. Februar, ab 14 Uhr durch den Ort ziehen.

Die 1966 gegründete Tanzgarde „Kallbachmücken“ feiert in der kommenden Session ihr 50jähriges Bestehen. Wie die Trainerin der Garde, Maike Wilkens, mitteilte, werden sich die großen Mücken etwas ganz besonderes einfallen lassen, das allerdings noch nicht verraten werden soll.

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