Kinder der KGS Arloff trommelten Afrika herbei

Schüler begaben sich eine Woche lang auf die Suche nach der „Zaubertrommel“ und entdeckten dabei die Rhythmen Togos

Die KGS Arloff holte durch ein Trommelprojekt die Atmosphäre Afrikas in den Bad Münstereifeler Stadtteil. Foto: KGS Arloff
Die KGS Arloff holte durch ein Trommelprojekt die Atmosphäre Afrikas in den Bad Münstereifeler Stadtteil. Foto: KGS Arloff

Bad Münstereifel-Arloff – Statt „Guten Morgen“ schallte eine Woche „Sawubona!“ durch die KGS Arloff. Die afrikanische Begrüßung von Thomas Soukou, gebürtig aus Togo, beantworteten die begeisterten Schüler mit „Yebo Sawubona!“. Das Begrüßungsritual vom „schwarzen Kontinent“ ging den Schülern und Schülerinnen ebenso schnell in Fleisch und Blut über, wie die musikalischen Rhythmen, mit denen sie die Atmosphäre Afrikas in den Münstereifeler Stadtteil brachten.

Thomas Soukou leitete das musikalische Projekt im Schulgebäude an der Erlenhecke und gab den Takt vor, wenn Kinder und Lehrer auf afrikanischen Djemben „Mama Simba lala“ oder „Aha, soum soum mamak“ trommelten. Dabei entführte Soukou die Arloffer Schulgemeinschaft mit viel Spaß und Bewegung nicht nur in die Klangwelt, sondern auch in die Kultur seiner Heimat Togo.

Mit dem afrikanischen Sprichwort „Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, begrüßte Schulleiterin Renate Lüdenbach am Ende der Projektwoche „Trommelzauber“ die Familien und Freunde der Erst- bis Viertklässler bei der Abschlussvorführung.

Bei der Aufführung erzählten die „Pänz“ mit musikalischer Unterstützung eine Geschichte: Die Kinder Juju (Nele zur Mühlen) und Siabonga (Juliane Terschanski) wurden von ihren Eltern (Maren Gassen als Mutter und Julian Schmitz als Vater) schweren Herzens aus dem Dorf geschickt, weil das Essen nicht für alle reichte. Der Dorfälteste (Luisa Bella) hatte nur einen Rat: „Wenn die Kinder die Zaubertrommel finden, dann wird die ganze Familie gerettet.“

Die Geschwister, die bei ihrer Suche von Affen, Bäumen, Krokodilen, Kürbissen, Muscheln und Sternen hilfreich unterstützt wurden, fanden dank Zaubertier Sai Sai (Carina Hoven, Cüneyd Aksan, Luisa Siebel, Lucie Grömping, Emma Pieckarksi, Melissa Rader und Vicky Justinger) und der Zauberin Abdulei (Amrei Lingscheidt) den begehrten magischen Gegenstand.

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Die tollen Kostüme, in denen beispielsweise Krokodile mit spitzen Zähnen und langen Schwänzen zum Takt der Trommeln die Hauptdarsteller durch die Halle zum „sichern Ufer“ brachten, hatten die Kinder während der Woche ebenso selbst gebastelt, wie die Dekorationen, die das afrikanische Flair untermauerten.

Was man aus einfachen Müllsäcken, Servietten, Papier und Pappe regelrecht „zaubern“ kann, versetzte das Publikum ins Staunen, während die teils ungeahnten Talente, die bei der Aufführung zu Tage kamen, konzentriert bei der Sache waren. So stellte sich bei der Vorführung trotz hochsommerlicher Temperaturen bei vielen Zuschauern bereits mit den ersten Trommelschlägen echtes „Gänsehaut-Feeling“ ein. Der tosende Applaus hielt auch noch nach der Zugabe „Wir sind Kinder einer Welt und trommeln wie es uns gefällt“ lange an

(epa)

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