Breitbandausbau: Kreise machen jetzt gemeinsame Sache

Bis Ende August soll eine Bestandsaufnahme vorliegen – Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s wird vorausgesetzt

Ende 2014: Beim Regionalen Breitbandgespräch im Kreishaus Euskirchen diskutierten (v.l.): Frederike Schumacher (NRW-Wirtschaftsministerium), die Landräte Wolfgang Spelthahn und Günter Rosenke sowie Prof. Dr. Reinhard Möller (Projektleiter BreitbandConsulting.NRW). Bild: Josef Kreutzer/Kreispressestelle Düren
Ende 2014: Beim Regionalen Breitbandgespräch im Kreishaus Euskirchen diskutierten (v.l.): Frederike Schumacher (NRW-Wirtschaftsministerium), die Landräte Wolfgang Spelthahn und Günter Rosenke sowie Prof. Dr. Reinhard Möller (Projektleiter BreitbandConsulting.NRW). Bild: Josef Kreutzer/Kreispressestelle Düren

Kreis Euskirchen/Kreis Düren – Die Kreise Euskirchen und Düren treiben den Breitbandausbau in ihren Städten und Gemeinden gemeinsam voran. Landrat Günter Rosenke und sein Dürener Amtskollege Wolfgang Spelthahn hatten sich gemeinsam mit den Kommunen auf den Schulterschluss verständigt, um beim weiteren Breitbandausbau in den beiden Nachbarkreisen im Namen möglichst vieler Endverbraucher sprechen zu können.

Zurzeit läuft das sogenannte Markterkundungsverfahren. Auf der Ausschreibungsplattform des Bundesbreitbandbüros wurde Mitte Juni ein an alle Netzbetreiber gerichtetes Schreiben veröffentlicht. Ziel ist es, die Netzbetreiber zu ermitteln, die bereit und in der Lage sind, unzureichend versorgte Haushalte und Gewerbegebiete in den beiden Kreisen ohne öffentliche Zuschüsse ans Breitbandnetz anzuschließen. „Das soll dann innerhalb der nächsten drei Jahre geschehen, wobei eine Übertragungsgeschwindigkeit von 30 oder mehr Mbit/s vorausgesetzt wird, vor allem bei der Versorgung von Gewerbegebieten“, heißt es in einer Pressemitteilung des Kreises Euskirchen.

Darüber hinaus verschafften sich die beiden Kreise auf diesem Weg einen Überblick über die in nächster Zeit beabsichtigten Ausbaumaßnahmen der Netzbetreiber. Sollte sich ein Vorhaben wirtschaftlich nicht rechnen, soll die Deckungslücke beziffert werden. Diese Abfragen sollen bis Mitte Juli abgeschlossen sein.

Parallel dazu, so der Kreis weiter, zeichnet ein Fachbüro zurzeit ein aktuelles, flächendeckendes Bild der Breitbandversorgung in den beiden Kreisen und erfasst dabei auch die für den weiteren Ausbau bereits vorhandene nützliche Infrastruktur. Die Ergebnisse dieser Erhebung und der Markterkundung sollen Ende August vorliegen. Die Daten werden dann tabellarisch und kartografisch aufbereitet.

„Die flächendeckende Versorgung unserer Kreise mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen sind wichtige Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung und steigenden Wohlstand. Hierfür ist es erforderlich, dass wir wissen, welche Infrastruktur bereits vorhanden ist und welche konkreten Maßnahmen die Netzbetreiber zukünftig vornehmen wollen. Erst hiernach ist es möglich, im Interesse der Einwohner der Kreise Euskirchen und Düren mit den Netzbetreibern in Verhandlungen zu treten und den Ausbau des NGA Netzes weiter voranzutreiben.“, erläutert Landrat Günter Rosenke. Das Markterkundungsverfahren sei zudem die Grundlage für eine etwaige öffentliche Förderung des Breitbandausbaus. (epa)

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