Schwimmen im Rursee kann gefährlich und teuer werden

Talsperren, die als Trinkwasserreservoir genutzt werden, sind grundsätzlich für den Wassersport verboten

Schwimmen darf man im Rursee nur an ausgewiesenen Badestränden. Archivbild: epa
Schwimmen darf man im Rursee nur an ausgewiesenen Badestränden. Archivbild: epa

Rursee – Zwei ausgewiesene Badestellen gibt es am Rursee, dem Hauptsee der Rurtalsperre Schwammenauel, nämlich in Eschauel und in der Woffelsbacher Bucht. Außerdem kann auch das Rurseezentrum mit dem Eiserbachsee in Rurberg genutzt werden. Ansonsten ist das Schwimmen im Rursee verboten. Wer trotzdem dort schwimmt, handelt nicht nur verbotswidrig; er begibt sich auch in Lebensgefahr. Darauf weist jetzt der Wasserverband Eifel-Rur (WVER) als Eigentümer des Sees zu Beginn der Ferien und der Sommersaison mit ihren steigenden Temperaturen hin.

Auf dem See herrsche in den Sommermonaten ein reger Schiffsverkehr. Neben Seegelbooten und Surfbrettern befahren auch die Schiffe der Rurseeschifffahrt in dichtem Takt den See. „Schnell übersieht ein Segler oder Surfer einen im Wasser befindlichen Schwimmer auf der offenen Wasserfläche, von dem meist nur der Kopf aus dem Wasser ragt“, heißt es in einer Pressemitteilung. Dies könne zu erheblichen Verletzungen führen.

Dasselbe gelte auch für das Schwimmen rund um die Anlegestellen der Rurseeschifffahrt. Oft werde ein Nervenkitzel darin gesucht, den ankommenden Fahrgastschiffen entgegen zu schwimmen. „Hier sind Unfälle geradezu programmiert, wenn man etwa in die Antriebssysteme oder den Sog der Schiffe gerät“, heißt es weiter.

Die zurzeit gültige Gemeingebrauchsverordnung der Bezirksregierung verbietet das Schwimmen außer an den erlaubten Badestellen nicht nur auf dem Rursee und den Staubecken Obermaubach und Heimbach. Talsperren, die als Trinkwasserreservoir genutzt werden, sind grundsätzlich von Wassersport freizuhalten. Das gilt damit auch für den Obersee der Rurtalsperre, in dem immer wieder verbotenes Schwimmen beobachtet wird. Auch hier ist jedoch mit dem Freibad in Einruhr eine ausgewiesene Badestelle vorhanden.

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Bei Überschreitungen der Verbote droht – wie im Fall der Rurtalsperre – nicht nur Lebensgefahr. Zuwiderhandlungen können zur Anzeige gebracht und mit Geldbußen von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

„Der Verband will mit den Verboten, die rund um den See auch in entsprechender Beschilderung ihren Ausdruck finden, den Menschen nicht den Spaß an den Seen der Eifel nehmen“, heißt es weiter. Es gehe hier vielmehr um den Schutz des Lebens der Erholungssuchenden. Wenn alle sich an die gegebenen Regeln hielten, sei für alle auch ein möglichst gefahrloser Genuss der Wasserflächen möglich. Eltern sollten dabei besonders auch auf ihre Kinder einwirken, die das Gefahrenpotenzial oft nicht abschätzen könnten.

Einen Gefahrenpunkt hat der Wasserverband übrigens schon entschärft. Den Überlauf der Hochwasserentlastung des Obersees der Rurtalsperre in den Rursee bei Rurberg hat man soweit gesichert, dass ein Springen von der Brücke ins Wasser nicht mehr möglich ist. (epa)

3 Gedanken zu „Schwimmen im Rursee kann gefährlich und teuer werden“

  1. An sonnigen Ferientagen ist es unmöglich, nach Eschauel zu kommen bzw. wieder von dort weg zu kommen. Ist uns mehrmals passiert, dass schon morgens gar nichts mehr ging. Was spricht dagegen, einige Meter abseits der Bootsanleger am steinigen Ufer zu liegen und sich dort evtl mal kurz abzukühlen? Man muss ja auch nicht dort schwimmen wo wie Boote fahren, und wer ins Wasser geht, ohne dass DLRG in der Nähe ist, weiss auch, dass er dies auf eigenes Risiko tut.
    Am Sonnsnstrand Eschauel haben wir zum Beispiel mehrfach beoachtet, dass Hunde dabei waren, die teils ins Wasser gekotet haben. Das ist weder für Badegäste noch für das Trinkwasser gut.

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