„Investition“ von drei Jahren Lehrzeit hat sich rentiert

Bei der feierlichen Lossprechung von 81 Lehrlingen bilanzierte Udo Becker, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Euskirchen, auf humorvolle Weise „Soll und Haben“ nach der Lehre – Landrat Günter Rosenke betonte den guten Zugang zum Arbeitsmarkt für junge Fachkräfte

Den Innungsbesten und frisch losgesprochenen Lehrlingen gratulierten Uwe Günther (l.), Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft, Udo Becker (2.v.r.), Vorstandsvorsitzender KSK, und Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer (4.v.r.). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Den Innungsbesten und frisch losgesprochenen Lehrlingen gratulierten Uwe Günther (l.), Geschäftsführer Kreishandwerkerschaft, Udo Becker (2.v.r.), Vorstandsvorsitzender KSK, und Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer (4.v.r.). Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – „Ich spreche Sie hiermit los von den Pflichten des Lehrlings und erhebe Sie in den Gesellenstand“, mit diesen Worten machte Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer am Dienstagabend im S-Forum der Kreissparkasse Euskirchen (KSK) einen neuen Lebensabschnitt für 81 junge Kreisbürger offiziell. Neben den frisch ernannten Gesellen füllten zahlreiche Verwandte und Freunde sowie Ausbilder den Veranstaltungssaal der KSK. Deren Hausherr Udo Becker, Vorstandsvorsitzender des ältesten Kreditinstituts im Kreis Euskirchen, ließ die Lehrzeit der ehemaligen Lehrlinge in einer humorigen Ansprache Revue passieren – und zwar in Form einer Bilanz mit vielen doppeldeutigen Anspielungen durch Fachbegriffe aus dem Kreditwesen.

In einer humorvollen Rede bilanzierte Sparkassenchef Udo Becker Nutzen und Aufwand der Lehrzeit. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In einer humorvollen Rede bilanzierte Sparkassenchef Udo Becker Nutzen und Aufwand der Lehrzeit. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Die grundlegende Frage lautet: Hat sich Ihre Investition an Lebenszeit und Lebensenergie gelohnt?“, fragte der Finanzexperte Becker. Er kam zu dem Schluss, dass sich die dreijährige Lehrzeit eindeutig als Gewinn und nicht als Verlust darstellt. Becker: „Das gilt auch, obwohl so manches bei Ihnen abgeschrieben werden musste – ich meine jetzt nicht die Ausführungen des Sitznachbarn, sondern vor allem Freizeit – und auch so manches von Ihnen sicherlich gerne storniert werden würde – vielleicht auch die eine oder andere Note“.

Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer unterstrich auch den Anteil der Familie am Erfolg der neuen Gesellen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Kreishandwerksmeister Gerd Pelzer unterstrich auch den Anteil der Familie am Erfolg der neuen Gesellen. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Unter dem Strich konnte der Sparkassendirektor nur Positiva vermelden: „Wir sind sicher, dass sich ihr Gesellenbrief von Anfang an als gutes Startkapital erweisen und in Form von guten und attraktiven Arbeits- oder Studienplätzen rentieren wird.“ Kreishandwerksmeister Pelzer rief den neuen Gesellen in Erinnerung, dass sie auf das Geleistete stolz sein können, aber auch Verwandte und Freunde als Unterstützer einen Anteil daran hätten. Pelzer: „Diese Unterstützer sind viel mehr wert als hunderte von Facebook-Freunden.“

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Landrat Günter Rosenke wies auf die guten Möglichkeiten hin, im Handwerk seinen Lebensunterhalt zu verdienen: „Junge Fachkräfte finden schnell Zugang zum Arbeitsmarkt. Gute Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit.“ Rosenke erinnerte aber auch daran, dass die Zahl der Lehrlinge rückläufig sei, obwohl „Handwerk goldenen Boden“ habe.

Landrat Günter Rosenke attestierte jungen Fachkräften gute Berufsaussichten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Landrat Günter Rosenke attestierte jungen Fachkräften gute Berufsaussichten. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Uwe Günther, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, bedankte sich beim KSK-Vorstand für die Gastfreundschaft, die im Sparkassenforum zum mittlerweile 64. Mal geschenkt wurde. Für die musikalische Umrahmung und Untermalung der Feier sorgte die „Hausband“ der KSK „Snowbird“ unter der bewährten Leitung von Keyboarder und Saxophonist Karl Nolden.

Prüfungsbeste in ihrer jeweiligen Innung wurden Markus Schildgen, Marc Andre Lewejohann, Tamara Meyering, Matthias Kesternich, Daniel Schwendtner, Christian Keul, Robin Pick, Markus Heinz Weiler, Marius Zimmermann, Lukas Riethmeister und Jens Dederichs.

Die losgesprochenen Lehrlinge (Bilder nach Innungen auf dem Blog der KSK hier klicken):

Bäcker/-in

Peter Dederichs

Jan-Herbert Dietrich

Yannick Morra

Stefan Pohl

Fachverkäufer/-in im Lebensmittelhandwerk

Denise Behnke

Mandy Decker

Elise Yvonne Hoffmann

Doreen Jonen

Elena Leopardi

Anna-Lena Fischer

Dennis Hertel

Friseur/-in

Lindita Bajrami

Ana Denise Bartscherer

Muriel Fiedler

Lena Habeth

Vivien Hamacher

Moana-Simona Krümmel

Saskia Landscheid

Alexandra Lück

Marina Petrow

Kim Ross

Angelina Steinbusch

Vanessa Stenshorn

Tamara Uhlhaas

Anna-Lena Völler

Corinna Weber

Beton- und Stahlbetonbauer/-in und Hochbaufacharbeiter/-in

Jan-Hinnerk Böhm

Kai Pastille

Moritz Goebel

Maurer/-in

Eugen Ginter

Andreas Müller

Marcel Pott

Straßenbauer/-in

Oleg Barth

David Jentges

Stephan Kügler

Tom Kupp

Christian Pöhls

Kevin Scheibelhut

Stuckateur/-in

Christian Schneider

Zimmerer/-in

Lukas Cramer

Malte Ranz

Mike Schmitz

Maler- und Lackierer/-in und Bauten- und Objektbeschichter/-in

Benedikt Klumpen

Manuel Michels

Sebastian Vey

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