Kreismitarbeiter fahren jetzt mit E-Bikes durch die City

„ene“-Unternehmensgruppe stellt dem Kreis zwei E-Bikes zur Verfügung und errichtet auf dem Kreishausparkplatz eine E-Ladesäule – Landrat Rosenke betonte die Wichtigkeit von E-Mobilität für den kommunalen Klimaschutz

Markus Böhm (v.l.), Geschäftsführer der „ene“-Unternehmensgruppe, und Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, drehten bei der Übergabe der E-Bikes für das Kreishaus eine kleine Runde – da ausnahmsweise ohne Helm allerdings nur im Schritttempo. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Böhm (v.l.), Geschäftsführer der „ene“-Unternehmensgruppe, und Günter Rosenke, Landrat Kreis Euskirchen, drehten bei der Übergabe der E-Bikes für das Kreishaus eine kleine Runde – da ausnahmsweise ohne Helm allerdings nur im Schritttempo. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Euskirchen – Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Kreises Euskirchen wird man in Zukunft auf E-Bikes durch das Euskirchener Stadtgebiet fahren sehen. Genau genommen handelt es sich um Pedelecs, bei denen die Trittkraft des Fahrers durch einen kleinen Elektromotor verstärkt wird. Möglich macht dies eine Dauerleihgabe der „ene“-Unternehmensgruppe, die für das Kreishaus ab sofort zwei Elektrofahrräder zur Verfügung stellt.

Landrat Günter Rosenke nahm die beiden elektrischen Räder am vergangenen Donnerstag in Empfang. Dabei erwies er sich als Experte in Sachen E-Bikes, wusste um die zehn Jahre Garantie des Herstellers und konnte konkrete Reichweiten-Angaben machen. „Meine Frau und ich haben nämlich das gleiche Modell“, so der Landrat. Die elektrisch unterstützten Räder für das Kreishaus sind allerdings zusätzlich zu den Handbremsen mit einer Rücktrittbremse ausgestattet, um für größtmögliche Sicherheit zu sorgen.

Beim Pressetermin konnte Rosenke darüber hinaus noch auf eine weitere Novität verweisen: Auf dem Besucherparkplatz des Kreishauses will der regionale Energiedienstleister eine Ladesäule für E-Mobile errichten, ähnlich wie bereits in Kall, Heimbach, Schleiden und Kommern. „ene“-Geschäftsführer Markus Böhm: „Als Dienstleister rund um das Thema Energie und Energieinfrastruktur haben wir uns das Ziel gesetzt, auch die Ladeinfrastruktur im Kreis weiter auszubauen.“ Er sei mit weiteren Kommunen im Kreis im Gespräch. „Denn die Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein in den Klimaschutzplänen sämtlicher Kommunen“, so Böhm. Strom sei der Treibstoff der Zukunft.

Auch Landrat Günter Rosenke betonte die Wichtigkeit von E-Mobilität für die erfolgreiche Umsetzung des kommunalen Klimaschutzes. „Gerade Städten, Gemeinden und öffentlichen Einrichtungen kommt mit der Nutzung von E-Bikes eine Vorbildfunktion für eine zeitgemäße und klimafreundliche Mobilität zu“, so der Landrat. Für die Bediensten der Kreisverwaltung sei die Nutzung denkbar einfach. Über das elektronische Terminverwaltungssystem können neben Sitzungsräumen und Dienstfahrzeugen die beiden Pedelecs verbindlich reserviert werden. Die Nutzer erhalten an der zentralen Schlüsselausgabe jeweils den Schlüssel zum Bike nebst vollem Akku, für die Einführung in den Gebrauch gibt es spezielle Termine.

  • Mit dem Einsatz der modernen Elektrofahrräder könnten jeden Tag aufs Neue in der Region sichtbare Akzente gesetzt und Perspektiven für die Mobilität der Zukunft aufgezeigt werden, so der Landrat. Die CO2-Emissionen vor Ort könnten darüber hinaus durch den gezielten Einsatz von E-Bikes und E-Mobilen gesenkt sowie angestrebte Klimaschutzziele besser erreicht werden.
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„Besonders in Kombination mit dem ÖPNV kann man seine persönliche CO2-Bilanz deutlich nach unten korrigieren“, so Rosenke. Außerdem sei das Radfahren der Gesundheit zuträglich. „Und auf kurzen Stadtstrecken ist man außerdem schneller und muss keinen Parkplatz suchen“, sagte Günter Rosenke.

E-Mobilität, so Böhm, schütze aber nur dann das Klima, wenn man zum Laden seines E-Bikes oder-E-Autos auch Grünstrom benutze. „Denn ansonsten verlagert man den CO2-Ausstoß seines Pkws nur vom Auspuff zum nächsten Kraftwerk.“ Die „ene“ biete daher an ihren Ladesäulen nur Strom, der zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen stamme.

Landrat Rosenke: „Mit Unterstützung der »ene« wird das Kreishaus und andere Kreisliegenschaften mit grünem Strom versorgt werden, damit wir mit gutem Beispiel vorangehen.“ Zudem habe der Kreis beim Bundesumweltministerium einen Antrag auf Förderung seines E-Mobil-Dienstfahrzeug-Konzeptes gestellt, die bis zu 200.000 Euro umfasst. „Damit könnten wir neben weiteren Pedelecs Elektrofahrzeuge für die Bereiche Poststelle, Bauhof und Abfallwirtschaftszentrum und auch einige Hybridfahrzeuge für den allgemeinen Dienstbetrieb beschaffen, die mittelfristig die Fahrzeuge mit herkömmlicher Antriebstechnik ersetzen sollen.“

E-Bikes seien für eine Stadt wie Euskirchen ideal, so „ene“-Geschäftsführer Böhm. Für Flächenkommunen mit vielen Außenorten seien für Verwaltungen E-Autos sinnvoller. Böhm: „Deren Reichweite wird immer größer. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit unserem E-Mobil gemacht, ebenso die Kommunen, an die wir es ausleihen, wie aktuell in Hellenthal. Wir sehen uns in der Verantwortung, den CO2-Ausstoß im Kreis zu verringern.“

Eifeler Presse Agentur/epa

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