Mit Qigong im Park Wohnungslosen geholfen

Caritas muss eine jährliche Unterfinanzierung der Notunterkunft für wohnungslose Männer und Frauen in Höhe von 40.000 Euro durch Eigenmittel und Spenden auffangen

Dieter Renner (v.l.) und  Sabine Renner bei der Übergabe der Spende an Bernhard Becker und Markus Niederstein von der Caritas Euskirchen. Bild: Carsten Düppengießer
Dieter Renner (v.l.) und Sabine Renner bei der Übergabe der Spende an Bernhard Becker und Markus Niederstein von der Caritas Euskirchen. Bild: Carsten Düppengießer

Euskirchen – In den vergangenen Sommerwochen konnte man im Euskirchener Ruhrpark Menschen beobachten, die sich langsam und fließend in einem gemeinsamen Rhythmus bewegten.
Bis zu 50 Euskirchener übten sich im Juli und August zweimal wöchentlich unter Anleitung von Sabine Renner in der fernöstlichen Kunst des Qigong. Renner, die in ihrem ersten Berufsleben als Krankenschwester tätig war, ist ausgebildete Qigong-Lehrerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Gemeinsam mit ihrem Mann Dieter betreibt sie eine Praxis in Euskirchen.

Das Angebot im Ruhrpark war Teil der bundesweiten Aktion „Qigong im Park“, mit welcher die deutsche Qigong Gesellschaft seit acht Jahren jedermann kostenlos und unverbindlich die chinesische Kunst der sanften Bewegung näher bringen will.

„Das Angebot war für die Teilnehmenden kostenlos, ich habe aber, wie bereits im letzten Jahr, nach jeder Veranstaltung um eine Spende für die Caritas-Notschlafstelle in Euskirchen gebeten“, berichtet Renner. Die Idee hierzu sei ihr damals durch Gespräche mit Dorothee Böhler gekommen, mit der sie bei den Katholischen Frauen Deutschlands (KFD) der Pfarrei St. Martin in Euskirchen aktiv ist.

Gemeinsam mit ihrem Mann, der sie auch bei der Vorbereitung und Durchführung von „Qigong im Park“ unterstützte, überreichte Renner jetzt 570 Euro als Spende an Bernhard Becker und Markus Niederstein von der Caritas Euskirchen. „Das war eine tolle Aktion und wir freuen uns sehr über die Unterstützung unserer Arbeit“, bedankten sich die beiden Caritasmitarbeiter auch im Namen der Wohnungslosen.

Die Caritas muss eine jährliche Unterfinanzierung der Notunterkunft für wohnungslose Männer und Frauen in Höhe von 40.000 Euro durch Eigenmittel und Spenden auffangen, um den dauerhaften Erhalt der Einrichtung sichern zu können. „Eine solche Aktion hilft, die Situation wohnungsloser Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu tragen“, ist sich der zuständige Fachbereichsleiter Becker sicher.

Auch Renners sind überzeugt, mit ihrer Spende an der richtigen Stelle zu helfen. „Wir sind quasi Nachbarn und sehen wie notwendig diese Einrichtung ist. Für nächstes Jahr planen wir eine Neuauflage von Qigong im Park. Natürlich verbunden mit der Bitte um eine Spende für die Wohnungslosenhilfe, “ verrieten beide abschließend. (eB/epa)

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