„Hubertustag“: Messe mit Parforcehörnern

Hubertus auch Greifvögel in Aktion – WaldpädagogikZentrumEifel, die Greifvogelstation Hellenthal und das Jagdhornbläserchor Schleiden laden zur Feier um den Schutzpatron der Jäger und Forstleute ein

 Beim Hubertustag im LVR-Freilichtmuseum Kommern findet auch eine Greifvogelschau statt. Foto: Hans-Theo Gerhards/
Beim Hubertustag im LVR-Freilichtmuseum Kommern findet auch eine Greifvogelschau statt. Foto: Hans-Theo Gerhards/

Mechernich-Kommern – Jedes Jahr um den Namenstag des heiligen Hubertus am 3. November widmet das LVR-Freilichtmuseum Kommern einen Tag dem Schutzpatron der Jäger und Forstleute. In diesem Jahr findet der Kommerner „Hubertustag“ am Sonntag, 25. Oktober, statt.

Im LVR-Freilichtmusem Kommern wird in Anlehnung an die traditionell am „Hubertustag“ stattfindenden Jagden von Falknern der Greifvogelstation Hellenthal im Verlaufe des Tages mehrmals die hohe Kunst der Jagd mit dem Vogel präsentiert:

Jeweils um 12.30 Uhr, 14.30 Uhr und 16.00 Uhr gibt es Freiflüge von Weißkopfseeadler, Eule, Habicht und Wüstenbussard zu sehen. Oberforstrat Ingo Esser, der den Hubertustag organisiert hat: „Diese Greifvögel wurden bereits seit dem 11. Jahrhundert von den arabischen Fürsten zur Jagd gehalten. Nach den Kreuzzügen gelangte diese Art der Jagd schließlich an die europäischen Fürstenhöfe, wo die bediensteten Falkner Vögel bei der so genannten höfischen Jagd zur Beizjagd auf Niederwild einsetzten.“

Gegen 16.30 Uhr werden einige Jagdhunde und ihre Einsatzmöglichkeiten bei der Jagd vorgestellt. Um 17 Uhr zelebriert der katholische Priester Professor Dr. Hans F. Fuhs aus Kommern im „Pingsdorfer Saal“ die Hubertusmesse.

Es spielt das Jagdhornbläsercorps Schleiden unter der bewährten Leitung von Andreas Blomenkamp „die Hubertusmesse nach Hermann Neuhaus, Köln“. Ingo Esser: „Im Anschluss an die Messe hören wir bei Dunkelheit und Feuerschein einige gebräuchliche jagdliche Signale, präsentiert vom Jagdhornbläsercorps Schleiden.“

 

Veranstalter sind das WaldpädagogikZentrum Eifel/Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde, das Jagdhornbläserkorps Schleiden e.V., die Greifvogelstation Hellenthal und das LVR-Freilichtmuseum Kommern.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
„Krautwisch“ gegen Krankheiten und Gewitter

Der heilige Hubertus lebte als Pfalzgraf am Hofe Theoderichs III. in Paris. Nach familiären Schicksalsschlägen zog er sich aus dem fürstlichen Leben zurück. Er lebte als Einsiedler in den Wäldern der Ardennen und ernährte sich bescheiden aus dem Wald und von der Jagd.

Später wurde er der erste Bischof von Lüttich, von wo aus er sich für die Christianisierung der Bevölkerung der Eifel und Ardennen einsetzte. Er starb am 3. November 727 und wurde bereits im Jahr 743 heiliggesprochen. Seit dem Mittelalter wird das Patronatsfest in waldreichen Gegenden Westeuropas mit einer großen Jagd in Verbindung mit einer Messe feierlich begangen.

Im 17. und 18. Jahrhundert brachten die französischen Könige als Hochmeister des Hubertusordens Jagdhornklänge in die feierlichen Jägergottesdienste, die zu Ehren des heiligen Hubertus oft zu Beginn der höfischen Jagden gehalten wurden. In Deutschland finden erst seit den 1950er-Jahren am Hubertustag Jägergottesdienste mit Hörnerklang nach französischem Vorbild statt. (epa)

LVR-Freilichtmuseum Kommern

Rheinisches Landesmuseum für Volkskunde

Eickser Straße

53894 Mechernich-Kommern

Tel. 0 24 43-99 80-0

Kommentar verfassen