Viele Bürger sind bereit, junge Flüchtlinge aufzunehmen

Erneut kamen über 80 Interessierte ins Kreishaus – Kreis setzt auf „Integration durch Begegenung“

ieder ein volles (Kreis-)Haus: auch die zweite Veranstaltung zum Thema "Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" wurde sehr gut besucht. Bild: Kreis Euskirchen
Wieder ein volles (Kreis-)Haus: auch die zweite Veranstaltung zum Thema „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ wurde sehr gut besucht. Bild: Kreis Euskirchen

Euskirchen – Obwohl erst Mitte September rund 160 Bürgerinnen und Bürger an einer Infoveranstaltung des Kreises zur Zusammenarbeit von Ehrenamt und Jugendamt bei der Betreuung der unbegleiteten jugendlichen Flüchtlingen teilgenommen hatten, kamen jetzt erneut über 80 Interessierte zu einer zweiten Informationsveranstaltung. „Die Resonanz aus der Bevölkerung, sich für unbegleitete Minderjährige zu engagieren, ist ganz offensichtlich im Kreis Euskirchen ungebrochen, dafür danke ich Ihnen ganz herzlich“, sagte der sichtlich beeindruckte Leiter der Sozialen Dienste, Abteilung Jugend und Familie, Benedikt Hörter, in seiner Begrüßung.
Das Publikum wurde durch mehrere Fachleute des Jugendamtes sowie des Kommunalen Bildungs- und Integrationszentrums (KoBIZ) über die Herkunftsländer und Fluchtwege der zumeist 15 bis 17-jährigen, männlichen Flüchtlingen sowie den gesuchten ehrenamtlichen Tätigkeiten als Gastfamilie, Vormund und Alltagsübersetzer informiert.

Der Kreis Euskirchen setzt in besonderer Weise auf „Integration durch Begegnung“ zwischen den jugendlichen Flüchtlingen und den ehrenamtlich Tätigen, die bei ihrem Einsatz intensiv durch hauptamtliche Kräfte unterstützt und begleitet werden. „So kann die Integration am besten gelingen, ohne die engagierten Bürgerinnen und Bürger und auch die Flüchtlinge zu überfordern“, so Benedikt Hörter.

Gastfamilien und Vormünder werden vor ihrem Einsatz geprüft und geschult. Interessierte können sich auch weiterhin an den Leiter des Jugendamtes, Erdmann Bierdel (erdmann.bierdel@kreis-euskirchen.de) wenden. (epa)

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