Flüchtlinge richten Friedhof Hollerath her

Wir tun etwas für Flüchtlinge, Flüchtlinge tun etwas für uns“

Menschen aus sieben Nationen haben gemeinsam für einen aufgeräumten Friedhof gesorgt. Foto: Arndt Kroemer/Caritasverband Eifel
Menschen aus sieben Nationen haben gemeinsam für einen aufgeräumten Friedhof gesorgt. Foto: Arndt Kroemer/Caritasverband Eifel

Hellenthal-Hollerath – Vor einem guten Monat starteten der Caritasverband für die Region Eifel gemeinsam mit der Gemeinde Hellenthal ein Flüchtlingsprojekt unter dem Leitgedanken „Wir tun etwas für Flüchtlinge, Flüchtlinge tun etwas für uns“. Die Gemeinde vermittelt dabei Flüchtlinge an die Caritas, die mit ihrem Beschäftigungsprojekt ARTE (ARbeit TEilen) die Betreuung der neuen Mitbürger übernimmt und so bei der Integration hilft.

Nun gibt es die ersten sichtbaren Ergebnisse. Den Friedhof in Hollerath haben acht Flüchtlinge aus Bangladesch, Syrien, Ghana, Marokko, Albanien und dem Kosovo unter Anleitung der Caritas-Mitarbeiter Stefan Hiller und Uwe Bergmann hergerichtet.

Stefan Hiller: „Das Laub lag zum Beispiel haufenweise auf den Wegen herum, und die roten Schotterwege waren stark von Moos bewachsen.“ Die gesamte Fläche von wurde in einer dreitägigen Aktion komplett von Blättern und Moos befreit. „Die Stellen waren zum Teil so stark vermoost und zugewachsen, dass man die Wege zu den Grabsteinen kaum vom Rasen unterscheiden konnte“, so Uwe Bergmann, „nun ist alles wieder in einem ordentlichen Zustand – und das kommt bei der Eifeler Bevölkerung gut an.“

So sei ein älterer Herr, der gerade mit Grabpflege beschäftigt war, auf die Gruppe zugekommen und habe sich herzlich bei den Männern für ihren Einsatz und das sehenswerte Ergebnis bedankt. Bobby aus Ghana: „Wir haben hier wirklich eine gute Erfahrungen mit den Dorfbewohnern gemacht, das motiviert uns sehr, täglich zur Arbeit zu kommen und die gut zu machen.“ Als nächstes will sich die Gruppe den Friedhof nahe der Wildenburg vornehmen. (epa)

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