Demo gegen den Weiterbetrieb von Tihange

Brand beim belgischen Atomreaktor vergangenen Freitag

Der nicht weit von der Eifel entfernte Atommeiler Tihange gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Bild: Robert Schallehn
Der nicht weit von der Eifel entfernte Atommeiler Tihange gerät immer wieder in die Schlagzeilen. Bild: Robert Schallehn

Aachen – Der belgische Atomreaktor Tihange sorgte vergangenen Freitag wieder einmal für Schlagzeilen: Ein Brand im nichtatomaren Bereich des Atomkraftwerks hatte zur Folge, dass der Reaktor heruntergefahren wurde. Der Reaktor Tihange 2 wurde im August 2012 wegen tausender Risse im Reaktordruckbehälter abgeschaltet und im April 2013 wieder angeschaltet. Im März 2014 wurde der Reaktor nach weiteren Untersuchungen wieder heruntergefahren. Im Dezember 2014 berichtete die Presse über zusätzliche Defekte im Stahl des Reaktors.

Dennoch erhielt die Betreiberfirma die Genehmigung für die Wiederinbetriebnahme im Dezember 2015. Fünf Tage nach Neustart von Tihange 2 und Doel 3 kam es dann zum Brand in Tihange. Das Atomkraftwerk ist etwa 70 Kilometer von Aachen entfernt. Verschiedene Verbände rufen zu einer Demonstration gegen den Betrieb der Reaktoren auf, die am Dienstag, 22. Dezember, um 18 Uhr in Aachen am Elisenbrunnen stattfinden soll. (epa)

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