WVER will Spielräume für touristische Nutzung des Rursees erweitern

Auf der an Tagesordnungspunkten reichen Verbandsversammlung war auch der Rursee Thema – Neuer Rollschütz an der Rurtalsperre

Die Verbandsversammlung des WVER fand in diesem Jahr auf Schoss Burgau in Düren statt. Bild: WVER
Die Verbandsversammlung des WVER fand in diesem Jahr auf Schloss Burgau in Düren statt. Bild: WVER

Eifel – Auf der Verbandsversammlung des Wasserverbands Eifel-Rur (WVER) nahmen die Delegierten der Verbandsmitglieder am Montag die Jahresberichte des Verbandsratsvorsitzenden Paul Larue, Bürgermeister der Stadt Düren, und des Vorstands Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Firk entgegen. Außerdem genehmigten sie einstimmig den Wirtschaftsplan für das Jahr 2016 sowie die Fünf-Jahres-Übersicht, die jährlich fortgeschrieben wird und einen Ausblick auf zukünftig anstehenden Maßnahmen gibt. Thema war unter anderem auch die Rutalsperee Schwammenauel.

„Die Nutzung der Rurtalsperre Schwammenauel ist zurzeit noch durch eine Gemeingebrauchsverordnung geregelt, die von 1993 bis 2013 galt und zwischenzeitlich dreimal verlängert wurde“, heißt es in einer Pressmitteilung. Diese gelte noch bis zum 15. März 2016. Mit Bezirksregierung und Landesumweltministerium würden nun neue Regelungen erarbeitet, die ab dem 16. März 2016 in Kraft treten sollen. Am Obersee, der auch als Rohwasserspeicher für die Trinkwassergewinnung von Bedeutung ist, werde es wieder eine behördliche Gemeingebrauchsverordnung geben, die allerdings die bisherigen Nutzungen durch die Rurseeschifffahrt, das Freizeitbad Einruhr und den Einsatz von Angelkähnen beibehalte.

Für den Hauptsee der Rurtalsperre, den so genannten Rursee, würden Nutzungsregelungen durch den WVER als Seeeigentümer vorgegeben. „Diese sollen unter anderem Spielräume auch für die touristische Nutzung eröffnen. So wurde mit der Badestelle Woffelsbach eine weitere Bademöglichkeit geschaffen. Außerdem sollen in Zukunft Segelboote mit einer größeren Maßzahl (berechnet aus Länge mal Breite) zugelassen werden, ebenso der Einsatz von Elektromotoren für Segelboote und Angelkähne“, heißt es weiter. Diese konnten bisher nur für absolute Notfälle mitgeführt werden.

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Die Sicherheit der Talsperren mache eine kontinuierliche Überwachung, aber auch Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich. So werde zurzeit die Erneuerung des Rollschützes am Rursee vorgenommen. Mit diesem Schütz kann der Einlauf in den Grundablass des Sees wasserseitig verschlossen werden. „Nach 70jährigem Betrieb war eine Sanierung des alten Schützes nicht mehr möglich. Zurzeit wird ein neues Rollschütz durch eine Dürener Stahlbaufirma angefertigt, das bald an der Rurtalsperre zum Einsatz kommen soll“, so der WVER weiter.

Der Wasserverband Eifel-Rur ist auch in Zukunft auf gut ausgebildete Fachkräfte angewiesen. Deswegen hat er im Bereich der Abwasserbehandlung seine Ausbildung zentralisiert. Der WVER: „Auf der Kläranlage Aachen-Soers wurde eine Ausbildungswerkstatt eingerichtet, in denen die Grundlagen der entsprechenden Berufe einheitlich und auf hohem Niveau vermittelt werden. Der Verband bildet dort Mechatronikerinnen und Mechatroniker, Elektronikerinnen und Elektroniker für Betriebstechnik und natürlich Fachkräfte für Abwassertechnik aus.“ Zurzeit seien in diesem Bereich 15 junge Menschen in der Ausbildung, die Zahl werde sich aber in Zukunft auf 24 erhöhen. (epa)

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