Fünf Stunden Narrenaufmarsch im Kreishaus

Von Reiner Züll (mit großer Bildergalerie) Tollitäten aus dem Kreis wurden Landrat und seinem Stellvertreter vorgestellt

Etwa 80 närrische Majestäten stellten sich zum Gruppenfoto. Foto: Reiner Züll
Etwa 80 närrische Majestäten stellten sich zum Gruppenfoto. Foto: Reiner Züll

Kreis Euskirchen – Einmal im Jahr steht das Euskirchener Kreishaus Kopf, nämlich dann, wenn die Karnevalsgesellschaften aus dem Kreis Euskirchen zum Sturm auf den Beamtenbunker am Jülicher Ring blasen. Am Donnerstag war es wieder soweit, und aus allen Richtungen des Kreises wurden die Narren samt ihrer Tollitäten mit Bussen zum Kreishaus gekarrt. Knapp 40 Gesellschaften waren der Einladung von Landrat Günter Rosenke und dessen Stellvertreter Manfred Poth gefolgt. Im Foyer wimmelte es nur so von Prinzen, Prinzessinnen, Bauern, Jungfrauen und Kinderprinzenpaaren.

Die Kreishaustreppe bot ein buntes Bild, als sich alle Tollitäten zum Beginn des Landrats-Empfanges mit dem Kreisfürsten und dessen „Vize“ zum Gruppenfoto aufstellten. Danach ging es im Foyer der Kreisverwaltung so richtig rund. Landrat Rosenke hatte seinen kürzlich pensionierten Kreispressesprecher Walter Thomassen als Moderator reaktiviert. Thomassen präsentierte die närrischen Majestäten aus dem Kreisgebiet und wusste über alle etwas zu erzählen. Er ließ verlauten, dass der Prinzenempfang künftig Tollitäten-Empfang heißen werde, weil ja nicht nur Karnevalsprinzen das Zepter schwingen. Auch in diesem Jahr gaben sich viele Dreigestirne in Euskirchen ein Stelldichein.

Alle Tollitäten wurden dem Landrat und dessem Stellvertreter persönlich vorgestellt, einige gaben ihre Sessionslieder zum Besten und dekorierten Rosenke und Poth mit Orden. Am Ende hatten die beiden schwer an der Ordenslast zu tragen, die ihnen die Tollitäten umgehängt hatten. Im Gegenzug revanchierte sich die Kreisspitze mit Kreisorden, die auch in diesem Jahr von den Nordeifel-Werkstätten hergestellt worden waren.

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Fast fünf Stunden dauerte der Aufmarsch der Tollitäten, den Musikus Werner Krebs am Keyboard musikalisch begleitete. Krebs ist der Fahrer des Landrates und seit vielen Jahren für den guten Ton beim Narren-Empfang zuständig. Während die Karnevalisten im Foyer feierten, musste Norbert Jeub, der Chefradakteur von Radio Euskirchen in der Namslauer-Stube arbeiten. Mit seinem Team interviewte er die Tollitäten, deren Grüße an den Karnevalstagen über den Sender ausgestrahlt werden.

Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten Frauen des DRK-Kreisverbandes, für die Getränke, die in Strömen flossen, hatte nach alter Tradition die Kreissparkasse Euskirchen gesorgt. (epa)

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