FSJ’ler und Flüchtlinge kochten gemeinsam

Koordinatorin Dorothea Muysers: „Beim anschließenden gemeinsamen Speisen wurden die Kontakte vertieft, es wurde Englisch eingesetzt oder eben einfach improvisiert.“

Beim gemeinsamen Kochen stand besonders der Spaß im Vordergrund. Bild: Arndt Krömer
Beim gemeinsamen Kochen stand besonders der Spaß im Vordergrund. Bild: Arndt Krömer

Kall-Urft – Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableistet, muss mehrere verpflichtende Wochenseminare belegen. So haben kürzlich 30 junge Menschen ihre Seminarwoche im Haus Dalbenden in Kall-Urft verbracht. Die Seminarleiterin setzte sich mit dem Caritasverband für die Region Eifel in Verbindung und erkundigte sich nach Möglichkeiten, einen Kontakt zwischen den FSJ’lern und Flüchtlingen herzustellen. Dorothea Muysers, Koordinatorin der Caritas Flüchtlingshilfe, lud die gesamte Gruppe daher in die internationale Sprechstunde im katholischen Pfarrheim St. Nikolaus Kall ein. Durch einen Gegenbesuch in Urft kamen gleich mehrere Treffen zustande.

Die FSJ'ler luden Flüchtlinge ein, um gemeinsam mit ihnen zu kochen. Bild: Arndt Krömer
Die FSJ’ler luden Flüchtlinge ein, um gemeinsam mit ihnen zu kochen. Bild: Arndt Krömer

„An zwei Tagen kamen jeweils 10 FSJ’ler nach Kall. Dort konnte in lockerer Atmosphäre ein erster Kontakt zu Zufluchtsuchenden aufgenommen werden“, berichtet Dorothea Muysers. In Gesprächen bei Kaffee und Tee oder spielerisch beim Billard und Kicker hätten die jungen Frauen und Männer regen Austausch gepflegt. Die Begeisterung füreinander unterstrichen die Aussagen einiger FSJ’ler beim Abschied: „Ich möchte gern noch länger bleiben! So toll habe ich es mir nicht vorgestellt.“

Eine weitere Begegnung fand im Seminargebäude des Hauses Dalbenden statt. Dort kamen alle 30 FSJ’ler mit 30 Zuflucht suchenden Frauen, Männern und Kindern zusammen, um gemeinsam zu kochen. In einem bunten Sprachengemisch seien köstliche Gerichte zubereitet worden. Schwierigkeiten mit der Verständigung habe es keine gegeben. „Beim anschließenden gemeinsamen Speisen wurden die Kontakte vertieft, es wurde Englisch eingesetzt oder eben einfach improvisiert“, beschreibt Muysers die Kommunikation untereinander. Für alle sei es ein bereicherndes Erlebnis gewesen. (epa)

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