„Er ist ein starker Kandidat für den Kreis Euskirchen“

Markus Ramers, Vorsitzender der SPD im Kreis Euskirchen, wirft seinen Hut in den Ring für eine Kandidatur seiner Partei bei der Landtagswahl im Mai 2017 – Der Blankenheimer erklärte am Dienstag: „Ich bewerbe mich, weil der Kreis Euskirchen eine Vertretung mit ebenso großem sozialem Wertebewusstsein wie Durchsetzungsvermögen in Düsseldorf braucht – und jemanden, der die Probleme unserer Kommunen im gesamten Kreis wirklich kennt“

Markus Ramers (Mitte) will, unter anderem unterstützt von SPD-Kreisfraktionsvorsitzendem Andreas Schule (l.) und Bundestagsmitglied Helga Kühn-Mengel, für Landtag kandidieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Markus Ramers (Mitte) will, unter anderem unterstützt von SPD-Kreisfraktionsvorsitzendem Andreas Schule (l.) und Bundestagsmitglied Helga Kühn-Mengel, für Landtag kandidieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kreis Euskirchen – Als Markus Ramers, Vorsitzender der SPD und stellvertretender Landrat im Kreis Euskirchen, am Dienstagnachmittag zum Pressegespräch zum Thema Landtagswahl in die Fraktionsräume im Kreishaus rief, konnte man es aufgrund des Werdegangs des jungen Politikers schon ahnen: Der 29-Jährige will auch auf Landesebene Verantwortung für seine Heimat übernehmen. Deshalb möchte der Blankenheimer bei der Landtagswahl im Mai 2017 für seine Partei kandidieren: „Ich bewerbe mich, weil der Kreis Euskirchen eine Vertretung mit ebenso großem sozialem Wertebewusstsein wie Durchsetzungsvermögen in Düsseldorf braucht – und zwar von jemandem, der im Kreis Euskirchen lebt, arbeitet und mit vielen Menschen aus sämtlichen gesellschaftlichen Schichten im Kontakt ist.“

Der nächste Schritt auf dem Weg ins Landesparlament ist für den in Bad Münstereifel tätigen Lehrer, die Mitglieder der SPD im Wahlkreis 8 (Euskirchen I) davon überzeugen, ihn im September als Kandidaten aufzustellen und mit ihm gemeinsam in den Wahlkampf zu gehen. Ramers: „Dazu werde ich im Vorfeld den SPD-Ortsvereinen im Wahlkreis Rede und Antwort stehen, denn der Rückhalt und die Bedürfnisse der Basis sind mir sehr wichtig.“

Das er deren Rückhalt haben dürfte, war schon an der Präsenz mehrerer SPD-Ortsvereinsvorsitzender beim Pressegespräch zu erkennen, die auch zu den ersten Gratulanten gehörten. Vorstellen wird er sich den Genossinnen und Genossen nicht müssen, schließlich ist er seit über zehn Jahren in der Partei und seit 2013 deren Vorsitzender.

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Kreis-SPD-Vorsitzender und stellvertretender Landrat Markus Ramers betonte, dass ihm der gesamte Kreis Euskirchen am Herzen liege. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Kreis-SPD-Vorsitzender und stellvertretender Landrat Markus Ramers betonte, dass ihm der gesamte Kreis Euskirchen am Herzen liege. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Ramers ließ einen Teil seiner politischen Karriere Revue passieren: Angefangen hatte er bei der Nachwuchs-Organisation der SPD, den Jungsozialisten (Jusos), deren Vorsitzender er auch war. Die Landesebene ist ihm schon bekannt, denn bei den Jusos war er dort bereits Vorstandsmitglied. Für die SPD sitzt er seit 2009 im Gemeinderat in Blankenheim und im Kreistag in Euskirchen. Seit 2013 ist Markus Ramers Vorsitzender der Kreis-SPD, seit 2014 stellvertretender Landrat, außerdem Kreistags-Vorsitzender des Ausschusses für Bildung und Inklusion und Vorsitzender der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen. Am St. Michael-Gymnasium unterrichtet Ramers die Fächer Mathematik und Geschichte.

Vor vielen Unterstützern – darunter unter anderem die eigens aus Berlin angereiste Bundestagsabgeordnete Helga Kühn-Mengel und der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Kreistag Andreas Schulte – erklärte er der geladenen Presse seine Motivation zu kandidieren: „Der Kreis Euskirchen ist meine Heimat und ich engagiere mich gerne für die Menschen hier. Es braucht jemanden, der die Probleme und Herausforderungen aller Gemeinden und Städte im Kreis kennt und in Düsseldorf deren Interessen aktiv vertritt.“

Helga Kühn-Mengel: „Ich kenne Markus Ramers seit Beginn seiner politischen Aktivitäten und habe ihn auf vielen Terminen erlebt. Er ist ein starker Kandidat für den Kreis Euskirchen, den ich von Herzen unterstütze.“ Fraktionsvorsitzender Schulte ergänzte: „Es ist wichtig, dass wir endlich eine Landesvertretung mit Willen und Biss bekommen – jemanden, der sich wirklich für den Kreis Euskirchen einsetzt.“

Ramers berichte, was ihm besonders am Herzen liege, nämlich eine gute Betreuungslandschaft für Familien, und das nicht erst, seit er selber frisch gebackener Vater eines Sohnes sei: „Heute auf den Tag genau ist mein Sohn drei Wochen alt, meine eigenen Erfahrungen als frisch gebackener Vater sind noch begrenzt – Trinken, Schlafen und Windeln wechseln stehen noch im Vordergrund.“ Aber seine Lehrertätigkeit, seine Aktivitäten in diversen Vereinen und Ausschüssen sowie zahlreiche Termine in Kindergärten und Schulen für die Bürgerstiftung der Kreissparkasse zeigten ihm immer wieder, wie wichtig zuverlässige Betreuung für Familien sei.

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Auch wolle er sich in Düsseldorf für die Schulsozialarbeit einsetzen. „Für viele Eltern ist die Einschulung ein toller Tag – aber danach gibt es oft Betreuungsprobleme“, so Ramers, weshalb er sich nach dem bestehenden Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz auch für genügend Plätze in der Nachmittagsbetreuung im Rahmen der Offenen Ganztagsschule einsetzen wolle.

Auch mit seinen Kollegen und der Schulleitung am St-Michael-Gymnasium habe er gesprochen. Zwar würden die Kollegen beim einzug in den Ladtag einen guten Lehrer verlieren, der zudem zusätzliche Aufgaben und Verantwortlichkeiten wie etwa die Stundenplankoordination übernommen hat, aber sie wüssten, wie sehr er sich landespolitisch für die Schullandschaft einsetzen würde.

Als Vorsitzender des Vereines „Vielfalt leben im Kreis Euskirchen“, der sich für Integration stark macht, freue er sich, dass die NRW als erstes Bundesland einen Integrationsplan auf den Weg bringen wolle. Markus Ramers: „Daran will ich aktiv mitarbeiten. Denn Vielfalt bedeutet für den Kreis Euskirchen einen echten Gewinn.“

Aber auch die wirtschaftlichen Interessen des Kreises sind für ihn essentiell: „Ich will auch dafür arbeiten, dass wir als Region attraktiv für Firmen und Arbeitgeber sind – und dadurch nachhaltig Arbeitsplätze sichern und schaffen. Dafür braucht es Infrastruktur und gute Bedingungen.“ Hierbei könnten ihm seine Kontakte im Land helfen, so Ramers.

Auf die Frage zu seinem wahrscheinlichen CDU-Gegenkandidaten Klaus Vussem ließ der Blankenheimer erahnen, dass er wohl einen rein inhaltlichen Wahlkampf führen werde: „Ich habe ihn als sympathischen Menschen kennengelernt, der sich für die Stadt Euskirchen engagiert.“ Er setze aber auf seine Stärken, zu denen auch eine enge Vernetzung und Kontakte im gesamten Kreis Euskirchen gehörten. Auf die erfahrungsgemäß eher schlechtere Positionierung bei der Euskirchener Kandidaten auf der Landesliste angesprochen, sagte Ramers: „Ich werde da nicht versuchen, irgendetwas in Düsseldorf zu klüngeln, dazu ist mir meine Arbeitszeit zu schade. Ich konzentriere mich darauf, was ich hier bewirken kann.“

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Er ließe die weiteren Schritte auf sich zukommen, wolle aber den Anker der Kommunalpolitik auch als Landtagsabgeordneter nicht aufgeben: „Wir haben großartige Menschen hier im Kreis Euskirchen, für die möchte ich weiter etwas bewirken.“ Unterstützt wird er dabei auch von seiner Frau Nadine und seinen Eltern, die ebenfalls anwesend waren. Letztere sind überzeugte Wahlhelfer bei der Kommunalwahl gewesen und bezeugten, auch für die nächste Handzettel-Aktion gut zu Fuß zu sein.

„Besonders wichtig ist mir, ein Kandidat – und dann auch Abgeordneter – ‘zum Anfassen’ zu sein. Ich will keine Entscheidungen in Düsseldorfer Hinterzimmern treffen. Mir ist wichtig, vor Ort zu sein, die Probleme selber zu sehen und dann Möglichkeiten für Lösungen zu suchen. Politiker sind nach meiner Vorstellung Dienstleister, die Lösungen suchen. Austausch, Anregungen und Kritik sind mir wichtig – ich will sehen, was es wo zu verbessern gibt“, beschrieb Ramers abschließend seine Vorstellung eines guten Abgeordneten.
Zum Wahlkreis 8 – Euskirchen I gehören die Gemeinden Bad Münstereifel, Blankenheim, Dahlem, Euskirchen, Mechernich, Nettersheim, Weilerswist und Zülpich. Die Gemeinden Hellenthal, Kall und Schleiden gehören zum Wahlkreis 12 Düren II – Euskirchen II. Bei der Mitgliederversammlung am 10. September stimmen die SPD-Mitglieder aus den Kommunen des Wahlkreises 8 darüber ab, ob Markus Ramers für sie für den Landtag kandidieren soll.


Eifeler Presse Agentur/epa

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