Erst wird der Müll gesammelt, dann zu Kunst verarbeitet

Aus Müll lassen sich sogar Kleider machen. Archivbild: Michael Thalken/epa
Aus Müll lassen sich sogar Kleider machen. Archivbild: Michael Thalken/epa

Hellenthal – „Trash to Treasure“ heißt eine gemeinsame  Kunstaktion der Gemeinschaftshauptschule Hellenthal und der Galerie Fluxus 13 aus Blumenthal, bei der die Kunst auf „das wahre Leben“ trifft. Die Aktion startet am Freitag, 8. April, 9 Uhr, mit der obligatorischen, alljährlich vom Vereinskartell Hellenthal sowie der GHS Hellenthal durchgeführten Müllsammelaktion, bei der die Schülerinnen und Schüler, der gesamte Lehrkörper der Schule sowie Mitglieder des Vereinskartells den „wilden Müll der Anderen“ in Hellenthal einsammeln und einer geregelten Entsorgung zuführen.

In diesem Jahr wird allerdings zum ersten Mal die sozialökologische Ebene durch eine Trash-/Junk-Art-Aktion zu einer Gesamtkunstaktion der „Sozialen Plastik“ erweitert werden. Im Rahmen dieses Projektes werden Schüler der Gemeinschaftshauptschule Hellenthal nicht nur eine umfassende Dokumentation erstellen, sondern auch ihre Kreativität unter Beweis stellen, indem sie ausrangierte oder auf den Müll geworfene Abfälle der Konsumgesellschaft  zu Kunstwerken verarbeiten.

Junk- oder Trash-Art ist eine zeitgenössische  Richtung der Materialkunst, bei der die Abfälle der Sphäre des Alltäglichen enthoben und in die Kunst überführt und damit materialästhetisch wie funktionell umgedeutet werden. Impulse hierzu und auch praktische Unterstützung werden die „Jungkünstler“ von der Galerie Fluxus 13 in Blumenthal erhalten. Eine abschließende Präsentation mit Ausstellung der „Müllpoesie“ und Modenschau werden als Highlight im Frühsommer die Aktion abschließen. Der Termin wird frühzeitig bekanntgegeben. (epa)

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Druck aus Ballungsgebieten sorgt für attraktives Bauland in der Eifel

Kommentar verfassen

AMP Version der Seite