Ostereier färben nach alten Rezepten

Im LVR-Freilichtmuseum können Besucher mit Zwiebelschalen, Rot-, Blau- und Gelbholz sowie Walnuss-Schalen Eier verschönern

Ostereier verzieren kann man im LVR-Freilichtmuseum Kommern. Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR
Ostereier verzieren kann man im LVR-Freilichtmuseum Kommern. Foto: Hans-Theo Gerhards/LVR

Mechernich-Kommern –  Am Gründonnerstag, 24. März, und Karfreitag, 25. März, jeweils 11 bis 17 Uhr zeigen die „Bäuerinnen“ des LVR-Freilichtmuseums Kommern, wie früher die Natur zum Ostereierfärben genutzt wurde: Zwiebelschalen, Rot-, Blau- und Gelbholz sowie Walnuss-Schalen werden den Eiern Farbgebungen verleihen, die heute von den Oster- und „Party“-Eiern unbekannt sind. Kleine und große Museumsgäste sind eingeladen, dabei mitzuwirken.  Sie können mit den Bäuerinnen aber auch kleine Transportbehälter für die Eier basteln.

Die Bezeichnung „Osterei“ taucht erstmals im 17. Jahrhundert auf. Der Brauch des Ostereierschenkens geht auf die zum Ostertermin fälligen Naturalzinsen zurück, die die Bauern als Abgaben an die Herrschaft oder auch als „Kirchensteuer“ an Klöster und Pfarrer zu leisten hatten. Diese verwendeten aber nicht immer alle „Zinseier“ selbst, sondern verschenkten sie an Kinder.

In der Eifel bekam jeder, der zu Ostern ein Haus betrat, ein Ei überreicht. Kinder wurden von ihren Eltern und Paten mit Ostereiern beschert. Die Klapperjungen erhielten für das Karklappern, der Küster für seinen Dienst und der Pfarrer für die Abnahme der Beichte Eier zum Osterfest.

Der heute noch in Südosteuropa verbreitete Brauch, aus dem Ei ein kleines Kunstwerk mit filigranen Motiven zu schaffen, war im Rheinland nie bekannt. Dort erhielten die Eier durch Naturfarben lediglich ein buntes Aussehen.

Eine Anmeldung zur Teilnahme am Ostereierfärben ist nicht erforderlich, eine Gebühr von 1 Euro wird nur für Bastelmaterial erhoben. Das Museumsteam bittet darum, keine Eier zum „Färben lassen“ mitzubringen.

Eifeler Presse Agentur/epa

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