„ene“ bringt E-Mobilität zu den Eifeler Bürgern

Ortsbürgermeister Cornelius Dahm betonte, dass das Elektroauto nicht nur für ihn, sondern drei Monate lang für jeden Ormonter Bürger zur Verfügung stünde

Sylwia Laß (v.r), Ortsbürgermeister Cornelius Dahm, Zweiter Beigeord-neter Ferdi Igelmund und Alexander Böhmer bei der Übergabe des ene-Mobils vor dem Bürgerhaus in Ormont. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Sylwia Laß (v.r), Ortsbürgermeister Cornelius Dahm, Zweiter Beigeord-neter Ferdi Igelmund und Alexander Böhmer bei der Übergabe des ene-Mobils vor dem Bürgerhaus in Ormont. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Ormont – Erstmals hat das E-Mobil der ene-Unternehmensgruppe die Landesgrenze überschritten: Seit Freitag versucht der kleine weiße Flitzer in der Ortsgemeinde Ormont am Fuße der Schneifel von den Vorteilen der E-Mobilität zu überzeugen. Ortsbürgermeister Cornelius Dahm, der das Gefährt von der ene-Vertriebsleiterin Sylwia Laß und dem ene-Experten für regenerative Energie, Alexander Böhmer, in Empfang nahm, betonte, dass das E-Mobil nicht nur für ihn, sondern für jeden seiner knapp 400 Bürger zur Verfügung stünde, natürlich nur, insofern diese über eine entsprechende Fahrerlaubnis verfügten.  

„Jeder Bürger, der das Elektroauto einmal testen und/oder fahren möchte, sei es nur für eine kurze Fahrt oder auch für einen ganzen Tag, kann sich gerne bei mir melden und ein Termin absprechen“, so Ortsbürgermeister Dahm. Es hätten sich bereits im Vorfeld einige Interessenten gemeldet, die die E-Mobilität kennenlernen möchten. „Ich bin froh darüber, dass auch die Bürger in einem eher ländlich strukturierten Gebiet bereits heute Erfahrungen mit den Möglichkeiten einer zukunftsgewandten Technik sammeln können, die bislang eher in größeren Städten zum Einsatz kommt“, so Dahm. Um den endgültigen Durchbruch in den ländlichen Regionen zu schaffen, müsse aber sicher die Reichweite der Elektroautos noch deutlich verbessert werden. Ortsbürgermeister Dahm ist jedoch zuversichtlich, dass sich insbesondere bei der Batterietechnik noch einiges in den nächsten Jahren tun wird. Nicht zuletzt müsse natürlich auch die Anzahl der „Stromtankstellen“ noch erheblich gesteigert werden.

„Wir stellen der Ortsgemeinde unser E-Mobil für drei Monate zur Verfügung“, berichtete Sylwia Laß, die daran erinnerte, dass das Auto bislang vor allem eine Reihe von Bürgermeistern sowie den Landrat des Kreises Euskirchen lautlos und vor allem sauber auf der Dienstreise begleitet habe. „Es war auch schon in Freilingen und in der Dorfgemeinschaft Thürne als Dorfauto im Rahmen eines ländlichen Carsharing-Projekts im Einsatz und trug so ganz wesentlich mit dazu bei, dass das Projekt »E-ifel Mobil« von der KlimaExpo.NRW ausgezeichnet wurde“, so Laß.

Folgender Artikel könnte Sie auch interessieren:
Am Forum Vogelsang kann man jetzt sein E-Bike-Akku laden

„Im topographisch gesehen anspruchsvolleren Gelände rund um Ormont lassen sich mit unserem E-Mobil „vollgetankt“ ca. 70 bis 100 Kilometer zurücklegen“, berichtete Alexander Böhmer. Die Reichweite sei jedoch nicht nur abhängig von der Berg- und Talfahrt, sondern auch von der Außentemperatur und ganz entschieden von der Fahrweise des Fahrzeugführers. „Das Auto hat eine Höchstgeschwindigkeit von 130 Stundenkilometer und verfügt über eine maximale Leistung von 49 KW (67 PS)“, so Böhmer.

Knapp 39.000 Kilometer hat das ene-Mobil mittlerweile auf dem Tachometer und damit bereits 5.460 Kilogramm CO2 gespart, die im Vergleich dazu beim Benzinmotor eines Kleinwagens (laut Dekra 140 Gramm pro Kilometer) angefallen wären.

Neben dem Verleihen ihres E-Mobils bringt die ene aber auch mit dem Ausbau von Infrastrukturmaßnahmen die Elektromobilität in der Eifel weiter voran. So wurden bislang Ladesäulen für E-Mobile in Kall, Heimbach, Mechernich, Schleiden und Hellenthal aufgestellt. Für E-Bikes gibt es darüber hinaus in Bad Münstereifel und am Kronenburger See Stationen, an denen man sein Elektrofahrrad „auftanken“ kann.

Eifeler Presse Agentur/epa

Kommentar verfassen