Mobile Ringschleifen für hörgeschädigte Besucher

Auf jedem Beratungscounter der fünf Nationalpark-Tore befindet sich nun ein mobiles Ringschleifensystem, hier im Nationalpark-Tor Gemünd. Bild: T. Wiesen/ Nationalparkverwaltung Eifel
Auf jedem Beratungscounter der fünf Nationalpark-Tore befindet sich nun ein mobiles Ringschleifensystem, hier im Nationalpark-Tor Gemünd. Bild: T. Wiesen/ Nationalparkverwaltung Eifel

Eifel – Ab sofort brauchen stark hörgeschädigte Besucher des Nationalparks Eifel den Kontakt mit den kompetenten Beratern in den Tourist-Infos der Nationalpark-Tore nicht mehr zu scheuen. Von jetzt an sorgen so genannte mobile Ringschleifen in jedem der fünf Tore für eine klare Verständigung: Das einfach aussehende Gerät auf dem Counter erzeugt ein induktives Feld im näheren Bereich, so dass eine saubere Übertragung des Gesprochenen auch bei den Besuchern, die nicht gut hören, ankommt. Dazu benötigen sie lediglich ein Hörgerät, das auf die Position T oder MT eingestellt ist.

Das kompakte mobile Ringschleifensystem wird in Form eines viereckigen unauffälligen Kästchens einfach zwischen die Gesprächspartner gestellt. Eine weitere Installation ist nicht nötig. So nimmt das Gerät den erzeugten Schall beim Gespräch über ein eingebautes Mikrofon auf und überträgt entsprechende Induktiv-Signale auf die integrierte Ringschleife.

Die Nationalparkverwaltung Eifel hat sich seit Gründung des Schutzgebietes das barrierefreie Naturerleben auf die Fahnen geschrieben. Dazu gehört neben der Übersetzung von Informationen in Gebärdensprache, Blindenschrift und Leichte Sprache, die Schulung der Ranger im Umgang mit blinden, mobilitätseingeschränkten und an Demenz erkrankten Gästen auch die stete Weiterentwicklung der barrierefreien Naturerlebnisangebote im Gelände. Die mobilen Ringschleifen optimieren nun die direkte barrierefreie Kommunikation im Alltag der touristischen Servicekräfte in den Nationalpark-Toren Rurberg, Gemünd, Heimbach, Höfen und Nideggen.  (epa)

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