Nikolaus besuchte Wohnungslose

Gäste mit Plätzchen und Schoko-Nikoläusen beschert – Musikalische Begleitung von Mitglied des WDR-Funkhausorchesters

„Nikolaus“ Heribert Winter (v.l.), Annette und Jürgen Schuster, Walter Kreuzberg, Caritasvorstand Horst Lennartz und Josef Pobisz bescherten Wohnungslosen eine Nikolausfeier. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen
„Nikolaus“ Heribert Winter (v.l.), Annette und Jürgen Schuster, Walter Kreuzberg, Caritasvorstand Horst Lennartz und Josef Pobisz bescherten Wohnungslosen eine Nikolausfeier. Foto: Carsten Düppengießer/Caritas Euskirchen

Euskirchen – „Warum hat der Nikolaus eigentlich einen Hirtenstab?“ Solche und ähnliche Fragen beantwortete Heribert Winter jetzt in Gestalt des heiligen Mannes den Gästen der Tagesstätte für Wohnungslose. Außerdem bescherte er die Anwesenden mit kleinen Aufmerksamkeiten.

Tatkräftig unterstützt wurde er dabei von Annette Schuster. Von ihr stammt auch die Idee, den Wohnungslosen an Nikolaus eine Freude zu bereiten. „Ich kam darauf, als ich gemeinsam mit meinem Mann vor fünf Jahren das erste Benefiz-Kirchenkonzert für die Notschlafstelle organisierte. Ich dachte mir, du willst auch ganz direkt etwas für die Menschen tun, für die du dich engagierst.“ Und so organisierte sie jetzt bereits zum fünften Mal eine Nikolausfeier für Wohnungslose.

Die Antweilerin möchte etwas von dem Glück, welches sie im Leben hatte, an Bedürftige zurückgeben. Hilfe erhielt sie dabei von ihrem Mann Jürgen, 2. Solotrompeter des WDR Funkhausorchesters. Er begleitete die kleine Feier in der Tagesstätte mit bekannten adventlichen Liedern, in welche die Gäste mit Begeisterung einstimmten. Die Plätzchen wurden von Walter Kreuzberg und Josef Pobisz gebacken. Außerdem besorgten die Schusters Stollen und für jeden Gast der Wohnungslosen-Tagesstätte einen Schoko-Nikolaus.

„Für unsere Klienten ist dies immer ein ganz besonderer Termin“, so der zuständige Fachbereichsleiter Bernhard Becker. Die Wohnungslosen hätten da die Gelegenheit, in familiärer Atmosphäre gemeinsam eine besinnliche Zeit zu erleben. Für viele sei die Adventszeit nicht leicht, da sie oft keinen Kontakt zu ihren Familien mehr hätten.

Die Freude in den Augen der Menschen, wenn sie jedem einen Schoko-Nikolaus überreicht, sei einfach nur schön, so Schuster. Für sie ist klar, dass sie auch im nächsten Jahr wieder um Nikolaus herum zu Gast in der Tagesstätte für Wohnungslose sein wird. „Mit Ihrem Engagement bereiten Sie Menschen ganz am Rande unserer Gesellschaft eine große Freude“, bedankte sich Caritasvorstand Horst Lennartz, auch im Namen der Wohnungslosen, bei der Antweilerin. (epa)

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