Mechernicher Gesamtschüler programmieren Roboter

Bürgerstiftung der KSK Euskirchen, ene-Unternehmensgruppe, Volksbank Euskirchen und die Mechernich-Stiftung machten das Projekt möglich – Schüler sind sehr engagiert bei der Sache – Spielerische Vorbereitung auf das Ingenieurwesen

Die Sponsoren waren begeistert von der hohen Eigenmotivation der Schüler: Pfarrer Michael Stöhr (v.l.) von der Mechernich-Stiftung, Thomas Hambach, erster Beigeordneter Mechernich, Sandra Schumacher, Volksbank Euskirchen, mit Schulleiterin Dagmar Wertenbruch, Maria Jentgen, Mechernich-Stiftung, Hannes Herbrand, Kreissparkasse Euskirchen, Sandra Ehlen, ene-Unternehmensgruppe, Markus Ramers, Vorsitzender KSK-Bürgerstiftung, Rolf Schmitz, Volksbank Euskirchen, und Lehrer sowie Projektleiter Benjamin Poth. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Die Sponsoren waren begeistert von der hohen Eigenmotivation der Schüler: Pfarrer Michael Stöhr (v.l.) von der Mechernich-Stiftung, Thomas Hambach, erster Beigeordneter Mechernich, Sandra Schumacher, Volksbank Euskirchen, mit Schulleiterin Dagmar Wertenbruch, Maria Jentgen, Mechernich-Stiftung, Hannes Herbrand, Kreissparkasse Euskirchen, Sandra Ehlen, ene-Unternehmensgruppe, Markus Ramers, Vorsitzender KSK-Bürgerstiftung, Rolf Schmitz, Volksbank Euskirchen, und Lehrer sowie Projektleiter Benjamin Poth. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Mechernich – Man muss offensichtlich nur die richtigen Lerninhalte bieten und schon zeigen sich junge Leute im Unterricht hochmotiviert. Benjamin Poth, Lehrer für Mathematik und Physik sowie Leiter der MINT-AG an der Gesamtschule Mechernich, kann sich über seine Schüler aus der 8. Klasse nicht beschweren. Die Jungen, die an der AG „Lego Mindstorms“ teilnehmen, können es gar nicht erwarten, ihre Roboter zu programmieren und damit immer neue Probleme zu lösen. Zwar bedauert Poth, dass das Interesse bei den Mädchen für die neue Robotertechnik der Schule noch nicht so hoch ist, hofft aber, dass sich dies in den nächsten Schuljahren ändern wird.

„Mit unserem Projekt bereiten wir unsere Schüler spielerisch und intuitiv auf das Ingenieurwesen vor und ermöglichen ihnen somit langfristig exzellente Berufsaussichten im technischen Bereich“, so Poth. Allein hätte die Schule das Roboterprojekt allerdings nicht stemmen können. Daher war man auf Hilfe aus der Region angewiesen.

„Unsere Schule hätten höchstens die finanziellen Mittel für zwei der Lernroboter zusammenbekommen“, berichtete Schulleiterin Dagmar Wertenbruch. „Daher möchten wir uns heute bei unseren Sponsoren bedanken und ihnen die Möglichkeit geben, sich einmal anzuschauen, was mit ihren Geldern im Unterricht geleistet werden kann.“

Mit Begeisterung tüftelten die Schüler an der Aufgabe, die richtige Fahrstrecke für den Roboter zu programmieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Mit Begeisterung tüftelten die Schüler an der Aufgabe, die richtige Fahrstrecke für den Roboter zu programmieren. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Unter die Arme gegriffen wurde der Gesamtschule vor allem von der Bürgerstiftung der Kreissparkasse Euskirchen. Doch auch die ene-Unternehmensgruppe, die Volksbank Euskirchen und die Bürgerstiftung der Stadt Mechernich waren von dem Roboter-Projekt überzeugt, so dass am Ende mit den Sponsorengeldern gleich neun Roboter angeschafft werden konnten und somit 18 Kinder gleichzeitig mit der spannenden Technik arbeiten können. Am Mittwochnachmittag nutzten die Sponsoren die Gelegenheit, um die Robotertechnik im Schuleinsatz zu erleben.

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„Das Herzstück unserer Roboter ist ein programmierbarer Baustein, in dem ein Minicomputer eingebaut ist“, berichtete Poth. Dieser Prozessor könne durch eine Software programmiert werden, um verschiedene am Roboter anzubringende Sensoren und Motoren damit zu steuern. „So gibt es beispielsweise ein Infrarotsender zur Abstandsmessung sowie einen Temperatur- und einen Ultraschallsensor“, so Poth. Die dazugehörige Software werde auf schuleigenen Laptops installiert. Außerdem beinhalte die Technik eine App fürs Handy, so dass die Schüler auch zu Hause programmieren könnten.

Interessiert ließen sich Hannes Herbrand (hinten von links), Leiter KSK-BC Mechernich, und Sandra Ehlen von der ene-Unternehmensgruppe die Programmierkünste der Schüler zeigen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa
Interessiert ließen sich Hannes Herbrand (hinten von links), Leiter KSK-BC Mechernich, und Sandra Ehlen von der ene-Unternehmensgruppe die Programmierkünste der Schüler zeigen. Bild: Michael Thalken/Eifeler Presse Agentur/epa

Die Schüler entwickeln dabei eigene Ideen, suchen und lösen Probleme oder versuchen, eine vom Lehrer gestellte Anforderung umzusetzen. Am Mittwoch hieß es, einen Fahrroboter so zu programmieren, dass er eigenständig an einer geschwungenen Linie entlang fuhr, um sodann rückwärts in eine aufgezeichnete Garage einzuparken. Nach einigen Probeläufen funktionierte dies bei allen jungen Nachwuchsingenieuren schon recht gut bis sehr gut. Benjamin Poth, selbst begeistert von der neuen Technik, die seiner Schule zur Verfügung gestellt wurde, freute sich, dass die jungen Leute trotz seiner Abwesenheit aufgrund des Pressegesprächs so ernsthaft gearbeitet hatten.

„Wir haben hier auch Kinder, die in Mathematik nicht besonders gut sind, aber für die Robotertechnik ein unglaubliches Händchen haben“, so Poth, der an der Universität Köln grundlegende Fähigkeiten in Programmierung erlangte und mit seinem Kollegen Peter Eick an einer Weiterqualifikation teilgenommen hat. Bei der Arbeit mit den Robotern entdeckten viele Kinder oft ganz neue Fähigkeiten an sich. Während die Schüler in der Sekundarstufe I lernen werden, eine Art Auto zu programmieren, sollen ihre Fähigkeiten dahingehend weiter ausgebaut werden, dass sie in der Sekundarstufe II bereits eine ganze Fabrikanlage managen können.

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In Zweier-Teams programmieren die Schüler die Roboter. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
In Zweier-Teams programmieren die Schüler die Roboter. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

„Dennoch sind und bleiben wir eine Schule für alle Begabungen“, betonte Schulleiterin Wertenbruch. Neben dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich besitze die Gesamtschule auch einen großen kreativen Schwerpunkt. „Wir versuchen, an den Schwächen unserer Schüler zu arbeiten und ihre Stärken zu fördern“, so die Schulleiterin. So biete die Schule allein drei Sprachen und als vierte Sprache sogar Polnisch an.

Markus Ramers, Vorsitzender der KSK-Bürgerstiftung, und selbst Lehrer, lobte das Engagement der Schule und ihren besonderen Einsatz für die sogenannten MINT-Fächer. Sandra Ehlen von der ene-Unternehmensgruppe sagte, dass man sich bei der Energie Nordeifel als regionaler Energiedienstleister über technisch versierte Azubi-Anwärter natürlich besonders freue und schon allein aus diesem Grund das Projekt gern unterstützt habe. Aber auch Hannes Herbrand, Leiter des KSK-Beratungscenters Mechernich, sowie Pfarrer Michael Stöhr, Thomas Hambach und Maria Jentgen von der Mechernich-Stiftung und Sandra Schumacher und Rolf Schmitz von der Volksbank zeigten sich begeistert vom Engagement der Schule und besonders von der hohen Motivation der Schüler, die den Besuchern bereitwillig über ihre Arbeit in der Roboterwerkstatt Auskunft gaben. Alle waren sich einig, dass das Geld gut investiert worden war.

Eifeler Presse Agentur/epa

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