RVK setzt auf umweltfreundliche Wasserstoff-Busse

Aufsichtsratsvorsitzender Rosenke: „Regionalverkehr Köln ist Vorreiter in NRW“ – Größtes EU-Gemeinschaftsprojekt im Bereich Brennstoffzellenbusse vorgestellt

Landrat Günter Rosenke (6.v.r), Aufsichtsratsvorsitzender der RVK, konnte auf der JIVE-Kickoff-Veranstaltung in Köln zahlreiche Experten aus ganz Europa begrüßen. Bild: RVK
Landrat Günter Rosenke (6.v.r), Aufsichtsratsvorsitzender der RVK, konnte auf der JIVE-Kickoff-Veranstaltung in Köln zahlreiche Experten aus ganz Europa begrüßen. Bild: RVK

Kreis Euskirchen – Die Busse der RVK (Regionalverkehr Köln) sind aus dem Straßenbild des Kreises Euskirchen und der Kölner Region nicht wegzudenken. Aber auch landes- und bundesweit sorgt das Unternehmen für Aufsehen. „Die RVK setzt bereits seit 2011 Brennstoffzellen-Hybridbusse ein und ist damit ein Vorreiter in Nordrhein-Westfalen“, so der Landrat des Kreises Euskirchen Günter Rosenke.

Doch das ist nur der Anfang: „Im Rahmen des gestarteten Projekts beabsichtigen wir, unsere Brennstoffzellen-Busflotte um weitere 30 dieser Busse zu erweitern und damit eine der größten Wasserstoff-Busflotten in Europa zu etablieren“, so Rosenke, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der RVK ist.

Er begrüßte jetzt im Kölner Mediapark zahlreiche Experten aus ganz Europa zur Kickoff-Veranstaltung für das bislang größte EU-Gemeinschaftsprojekt im Bereich Brennstoffzellenbusse. Im Rahmen des Projekts JIVE (Joint Initiative for hydrogen Vehicles across Europe) sollen ab 2018 rund 140 Fahrzeuge beschafft werden. Im Rahmen des Projekt MEHRLIN (Models for Economic Hydrogen Refuelling Infrastructure) wird der Bau von sieben Wasserstofftankstellen für Busse gefördert.

„Die Größenordnung der Projekte soll es europäischen Busherstellern ermöglichen, ihre Produktionskapazitäten zu erhöhen und Skaleneffekte zu erzielen, die erforderlich sind, damit Brennstoffzellenbusse mit anderen Nullemissionskonzepten des öffentlichen Verkehrs preislich konkurrieren können“, Kreispressesprecher Wolfgang Andres. Ebenso werde das Projekt zeigen, wie Wasserstoff-Tankstellen mit großen täglichen Bedarfen wirtschaftlich umsetzbar seien, was den Betreibern und Anlagenherstellern wertvolle Erkenntnisse liefere und gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit der Brennstoffzellenbusse im ÖPNV demonstriere.

„Das JIVE-Projekt basiert auf der Zusammenarbeit von ÖPNV-Verkehrsunternehmen, die gemeinsam die Busse und Tankstellen von europäischen Lieferanten beziehen möchten. Die Busse sollen in fünf europäischen Ländern in folgenden Städten und Regionen eingesetzt werden: Region Köln, Wuppertal und Rhein-Main-Gebiet in Deutschland, London, Birmingham, Dundee und Aberdeen im Vereinigten Königreich, Südtirol in Italien, Riga in Lettland und Slagelse in Dänemark“, heißt es weiter.

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Das MEHRLIN-Projekt soll ein neues, nachfrageorientiertes kommerzielles Modell für den Einsatz von Wasserstofftankstellen demonstrieren. Das Projekt beinhaltet eine Studie über den realen Betrieb von Großwasserstofftankstellen an sieben verschiedenen Standorten: in Deutschland (Hürth, Wermelskirchen und Wuppertal), Italien (Bruneck / Brunico), den Niederlanden (Oude Tongue – Süd Rotterdam) und Großbritannien (London und Birmingham). Alle Stationen befinden sich auf den europäischen TEN-T-Kernnetzkorridoren. Die Studien konzentrieren sich auf die Finanzierung von Stationen sowie auf technische, ökologische, ökonomische und regulatorische Aspekte von Wasserstofftankstellen.

Rosenke: „Die Pläne zur Erweiterung unserer Brennstoffzellen-Busflotte wären ohne die Hilfe unserer starken Partner nicht möglich. Ich möchte daher der EU-Fördereinrichtung und allen Projektteilnehmern aus dem ganzen Kontinent danken.“ (epa)

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