Mehr Sicherheit für Wanderer

Auf den Wanderwegen des Eifelvereins im Stadtgebiet gibt es jetzt Informationstafeln als „SOS-Rettungspunkte“

Durch eine Kennziffer ist in der Rettungsleitstelle der Standort identifizierbar. Foto: Stadt Schleiden
Durch eine Kennziffer ist in der Rettungsleitstelle der Standort identifizierbar. Foto: Stadt Schleiden

Schleiden – Was die Nationalparkverwaltung bereits vor einigen Jahren auf den Wanderwegen im Nationalpark Eifel eingerichtet hat, gibt es jetzt auch auf allen Wanderwegen des Eifelvereins im Stadtgebiet Schleiden: Informationstafeln mit der Notrufnummer und der Bezeichnung des Standorts, sogenannte SOS-Rettungspunkte.

Unter der Federführung von Sophia Eckerle, Stabsstelle Tourismus- & Kulturförderung, wurden knapp 80 Standorte ausgewählt, an denen die Plaketten angebracht wurden. Die jeweiligen Standorte wurden in Zusammenarbeit mit Förster Markus Wunsch vom Regionalforstamt Hocheifel-Zülpicher Börde / Forstbetriebsbezirk Gemünd und Förster Max Becker von der Arenberg-Schleiden GmbH ausgewählt. Die Finanzierung der SOS-Rettungsplaketten übernahm der DRK Kreisverband Euskirchen.

An Wandermarkierungen, aber auch Hütten sind die Plaketten montiert. Foto: Stadt Schleiden
An Wandermarkierungen, aber auch Hütten sind die Plaketten montiert. Foto: Stadt Schleiden

Die SOS-Rettungspunkte befinden sich überwiegend an den Wanderwegweiserpfosten, aber auch an Wanderhütten, auf den Naturlagerplätzen und an den für den Forstbetrieb wichtigen Standorten. Im Unterschied zu den SOS-Rettungspunkten im Nationalpark Eifel, tragen die neu eingerichteten Rettungspunkte das Kürzel SLE vor der vierstelligen Kennziffer. Dadurch kann die Rettungsleitstelle in Euskirchen den Notfall bereits lokal eingrenzen, wenn später andere Kommunen dem Beispiel von Schleiden folgen sollten.

Alle SOS-Rettungspunkte wurden mithilfe von GPX-Daten verortet und diese Informationen an die Abteilung Gefahrenabwehr beim Kreis Euskirchen übergeben. Siegbert Ohlert, bei der Behörde zuständig für die technische Umsetzung, übernahm die Daten in das Rettungsleitsystem. Wenn ein verunglückter Wanderer oder Forstarbeiter künftig einen Notruf über die 112 absetzt und die Kennziffer des SOS-Rettungspunktes durchgibt, dann weiß die Besatzung des Rettungswagens, wo er die verletzte Person findet. Die Stadt Schleiden sihet darin ein großes Plus an Sicherheit für alle, die im Stadtgebiet in der Natur unterwegs sind oder im Wald arbeiten. (epa)

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