Ehrenamtliche Soziallotsen besuchten Wohnungslosenhilfe

Unter dem Motto „Irgendwas geht immer“ finden Menschen in Not hier ein offenes Ohr und konkrete Hilfen für ihre Fragen und Sorgen

Begleitet von Gemeindecaritas-Referent Hermann-Josef Schneider (3.v.l.) informierten sich Ehrenamtliche der Lotsenpunkte Euskirchen und Zülpich über die Arbeit der Caritas-Wohnungslosenhilfe. Foto: Carsten Düppengießer
Begleitet von Gemeindecaritas-Referent Hermann-Josef Schneider (3.v.l.) informierten sich Ehrenamtliche der Lotsenpunkte Euskirchen und Zülpich über die Arbeit der Caritas-Wohnungslosenhilfe. Foto: Carsten Düppengießer

Euskirchen – Seit einigen Jahren gibt es in vielen Gemeinden des Erzbistums Köln „Lotsenpunkte“. Unter dem Motto „Irgendwas geht immer“ finden Menschen in Not hier ein offenes Ohr und konkrete Hilfen für ihre Fragen und Sorgen. „Lotsenpunkte“ bieten eine erste Kontaktmöglichkeit. Sie arbeiten eng mit den sozialen Fachdiensten der Region zusammen. Träger sind die örtliche katholische Pfarrgemeinde und der jeweilige Caritas- oder Fachverband. Im Kreis Euskirchen gibt es bisher in der Kreisstadt selbst und in Zülpich einen solchen „Lotsenpunkt“. Diese bieten Menschen, die Unterstützung und Begleitung in verschiedenen Lebenslagen benötigen, eine offene Anlaufstelle. Die ehrenamtlichen Soziallotsen werden von der Caritas geschult und stehen im engen Kontakt mit ihren sozialen Diensten. Im Rahmen dieser Fortbildungen besuchen die Soziallotsen regelmäßig Einrichtungen des Wohlfahrtsverbandes, um sich vor Ort ein Bild von der Arbeit zu machen und mit den Mitarbeitenden ins Gespräch zu kommen.

Jetzt stand für zehn Ehrenamtliche aus Euskirchen und Zülpich ein Besuch in der Notschlafstelle der Caritas in der Kreisstadt auf dem Programm. Begleitet wurden sie von Gemeindecaritas-Referent Hermann-Josef Schneider. Der zuständige Fachbereichsleiter und Geschäftsführende Vorstand Bernhard Becker informierte gemeinsam mit seinen Kollegen Markus Niederstein und Gerald Heinen über die Arbeit der Wohnungslosenhilfe. Sie erklärten den Anwesenden, auf welche Art und Weise Menschen von Obdachlosigkeit betroffen werden und wie die einzelnen Hilfsangebote in der Kommerner Straße 21 in Euskirchen aussehen. Diese reichen etwa vom Angebot einer warmen Mahlzeit, über die Möglichkeit zur Körperhygiene und zum Wäschewaschen, bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten und der Bereitstellung einer Postanschrift. „Außerdem wollen wir die Menschen wieder fit machen für ein selbstbestimmtes Leben, ihnen Perspektiven aus der Wohnungslosigkeit aufzuzeigen und sie auf ihrem Weg begleiten“, so Becker. Dazu gehörten etwa Angebote, wie das Betreute Wohnen. Hier können Betroffene in Wohngemeinschaften zusammen leben und werden stundenweise durch einen Sozialarbeiter der Caritas betreut.

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„Für die ehrenamtlichen Lotsen ist es wichtig, die sozialen Angebote in ihrer Region und die entsprechenden Ansprechpartner zu kennen. Nur so können sie helfen und gemeinsam mit den Ratsuchenden Lösungswege erarbeiten“, betont Schneider. Das Angebot der Lotsenpunkte ist kostenlos und vertraulich und kann von allen, unabhängig von Alter, Nationalität, Religion oder Konfession genutzt werden. Nähere Informationen zu den Lotsenpunkten und ihre Erreichbarkeit gibt es bei:

Hermann-Josef Schneider, Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen,
Fachstelle Gemeindecaritas und Ehrenamt, Tel. 0 22 51/70 00-25,
E-Mail: cug@caritas-eu.de

(epa)

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