Entwicklungskonzept für Stadt Schleiden in Dorfwerkstätten

Bürgermeister Udo Meister: „Die Resonanz ist sehr gut“

Wolfgartener bei der ersten Dorfwerkstatt. Foto: Stadt Schleiden
Wolfgartener bei der ersten Dorfwerkstatt. Foto: Stadt Schleiden

Schleiden – In sogenannten „Dorfwerkstätten“ und Bürgerforen wird zurzeit das integrierte kommunale Entwicklungskonzept (IKEK) der Stadt Schleiden vorangetrieben. In den Orten Wolfgarten, Herhahn/Morsbach und in Gemünd haben die Werkstätten von Stadtverwaltung und dem  beauftragten Büro bereits stattgefunden. Udo Meister,  Bürgermeister Stadt Schleiden, bezeichnet diese Dorfwerkstätten als Fundament für das neue Entwicklungskonzept und sagt: „Die Resonanz ist sehr gut, die Menschen vor Ort sind unsere Spezialisten für den jeweiligen Ortsteil. Ohne deren Ortskenntnis und Anregungen kann so ein Konzept niemals tragen.“

„Bottom-up“ heißt das neue Zauberwort und meint damit die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger von Anfang an. Stadtplaner Andreas Glodowski: Auf diesem Weg können die Ideen und Anliegen der Menschen vor Ort in das Konzept einfließen.“ Die bisherigen Werkstätten hätten gezeigt, dass die Menschen vor Ort IKEK als Chance für ihren Ort annehmen würden. Gleichzeitig diene das IKEK aber auch als Klammer für die Entwicklung des gesamten Stadtgebiets. Udo Meister: „Wir rücken alle näher zusammen und das ist gut so, wenn wir unsere Orte und damit die gesamte Stadt Schleiden fit für die Zukunft machen wollen.“

Bei allen Werkstätten seien auch Interessierte aus anderen Ortsteilen zu Gast gewesen, um zu sehen, wo es Gemeinsamkeiten gibt und man sich gegenseitig unterstützen kann. Glodowski: „Alleine für das Wachsen des Wir-Gefühls hätte sich das IKEK schon gelohnt, aber da kommt ja noch viel mehr von den Menschen vor Ort“.

So wollen die Wolfgartener beispielsweise mit einem Generationenhaus einen neuen Treffpunkt für Jung und Alt im Dorf schaffen. Die Herhahner haben sich vorgenommen, einen kleinen Dorfplatz einzurichten und arbeiten an Lösungen, wie sie den Lärm und die Unfallgefahr auf der B 266 verringern können. In Gemünd stand das städtische Erscheinungsbild und die touristische Entwicklung im Fokus der Betrachtung. Nach Fertigstellung des IKEKs soll mit der Umsetzung des Konzeptes begonnen werden. Kleinere Dinge können bereits jetzt behoben werden, wie etwa eine fehlende Bank an der Bushaltestelle in Herhahn, so die Stadtverwaltung.  Größere Vorhaben würden sicher einen längeren Atem und viel Engagement vor Ort benötigen. Das Förderprogramm der ländlichen Entwicklung läuft noch bis 2020. Udo Meister lädt nach dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ nochmals alle Menschen herzlich dazu ein, sich im Rahmen der Dorfwerkstätten vor Ort einzubringen.  (epa)

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