Auch Grünstrom nimmt physikalisch den kürzesten Weg

Gemeinde Kall setzt auf Ökostrom aus der Region

Klimaschutzmanager Daniel Heller (v.l.) freut sich über das Grünstromzertifikat übereicht von ene-Geschäftsführer Markus Böhm, was Michael Heller, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, als einen weiteren Schritt zu mehr Klimaschutz begrüßt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa
Klimaschutzmanager Daniel Heller (v.l.) freut sich über das Grünstromzertifikat übereicht von ene-Geschäftsführer Markus Böhm, was Michael Heller, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, als einen weiteren Schritt zu mehr Klimaschutz begrüßt. Bild: Tameer Gunnar Eden/Eifeler Presse Agentur/epa

Kall – „Wir sind Klimaschutzkommune mit dem European Energy Award in Silber und auf dem Weg zu Gold“, so Michael Heller, Kämmerer und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Kall. Seit Verabschiedung einer Energieleitlinie und Gründung eines Energieteams im Jahre 2011 seien bereits viele Klimaschutzmaßnahmen  umgesetzt worden. So beispielsweise Umrüstungen auf energieeffiziente Beleuchtungstechnik im Bereich der Straßenbeleuchtung und kommunalen Liegenschaften. Auch ist seit einigen Jahren ein E-Mobil als Dienstfahrzeug im Einsatz. Als verlässlicher Partner von der fachlichen Beratung auch in Sachen Förderanträge bis zur praktischen Umsetzung habe sich die ene-Unternehmensgruppe aus Kall gezeigt.

Als weiterer Schritt zu mehr Klimaschutz habe die Politik die Umstellung der 32 gemeindeeigenen Liegenschaften auf Ökostrom gewollt, so Heller. Am vergangenen Donnerstag überreichte Markus Böhm, Geschäftsführer der ene-Unternehmensgruppe, im Kaller Rathaus Michael Heller und dem Klimaschutzmanager der Gemeinde Kall, Daniel Hecker, ein besonderes Zertifikat. Denn das bescheinigt der Gemeinde nicht nur den vollständigen Bezug von Ökostrom für alle Liegenschaften, sondern durch „ene eifelgrün“ auch garantiert regional vor Ort erzeugten Strom aus regenerativen Energiequellen wie den Solar- und Windparks der „ene“ inder Region.

Kämmerer Heller: „Das nutzt der regionalen Wertschöpfung und sorgt für Arbeitsplätze in der Region.“ Denn, so ergänzte Böhm, Strom nehme immer physikalisch den kürzesten Weg. Wenn nun etwa ein Anbieter Zertifikate für Ökostrom aus dem Ausland einkaufe, könne er zwar rechtlich gesehen Grünstrom liefern, dieser Strom werde aber nicht physikalisch in die Eifel gebracht und ein Teil der Wertschöpfung geht verloren.

Michael Heller: „Dies ist wieder ein Baustein zu mehr Klimaschutz, weitere sind in Planung und Umsetzung.“ So habe die Gemeinde Kall gerade zusammen mit den Nachbarkommunen Dahlem und Schleiden einen Förderantrag für drei E-Mobile beim Bundesverkehrsministerium eingereicht. Für das Laden von E-Fahrzeugen steht seit Jahren eine „Strom-Tankstelle“ der ene, gespeist mit Grünstrom, mitten in Kall bereit. Auch werde man weiter an der Energieeffizienz schrauben, in den vergangenen Jahren habe man den Energieverbrauch bereits um mehr als 100.000 Kilowattstunden pro Jahr senken können.

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Eifeler Presse Agentur/epa

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